13.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Angeblicher Virenschutz mit Europol-Sperrbildschirm LKA warnt vor neuem Android-Trojaner

In den vergangenen Tagen gingen bei den Experten für Cybercrime im Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) vermehrt Hinweise über eine Infektion von Mobiltelefonen mit Android-Betriebssystem mittels eines Trojaners ein.

Screenshot des Sperrbildschirms. (Bild: LKA)
von Redaktion OnetzProfil

Smartphonenutzer, die im Internet surften, erhielten durch ein Pop-up-Fenster den Hinweis, dass das Telefon mit einem Virus infiziert sei. Durch einen dabei unterbreiteten Vorschlag wurde direkt auf eine vermeintliche Antivirenlösung hingewiesen, die durch Anklicken eines Links zur Installation führte.

Nach erfolgter Installation öffnete sich ein Sperrbildschirm mit einer falschen Meldung des EUROPOL - EUROPEAN CYBERCRIME CENTER. Um einer möglichen Strafverfolgung zu entgehen und das Handy wieder zu entsperren, sollte eine „Freischaltgebühr“ mittels Ukash oder Paysafe Card bezahlt werden. Dies führt jedoch in der Regel nicht zu einer Entsperrung des Gerätes.

Das Bayerische Landeskriminalamt rät:

Sollte ein solches Pop-up-Fenster auf ihrem Display erscheinen, klicken Sie den Link nicht an und führen Sie keine Dateien aus.
Installieren Sie auch wenn Sie dazu aufgefordert werden keine Apps aus unbekannten Quellen auf Ihrem Smartphone. Nutzen Sie lediglich die offiziellen App-Stores.
Gehen Sie sicher, dass eine Installation aus unbekannten Quellen auf ihrem Smartphone in den Einstellungen deaktiviert ist.
Sollten Sie den Anhang bereits angeklickt haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Mobilfunkanbieter in Verbindung. Zur Schadensbegrenzung kann es sinnvoll sein, Ihr
Gerät auszuschalten und gegebenenfalls den Akku zu entfernen.
Gehen Sie auf keine Zahlungsaufforderungen ein.
Erstatten Sie im Schadensfall Anzeige bei der für Sie zuständigen Polizeidienststelle
Installieren Sie eine Antivirensoftware auf Ihrem Smartphone. Informationen gibt es
unter anderem über verbraucher-sicher-online.de.

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