03.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Deutscher Todeskandidat will Berufung

von Agentur DPAProfil

Der Deutsche, der in China wegen Doppelmordes zum Tode verurteilt worden ist, hat Berufung eingelegt. Wie sein Anwalt am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Peking berichtete, muss das obere Gericht der Provinz Fujian innerhalb der nächsten fünf Monate einen Berufungstermin anberaumen, um über den Fall zu beraten. Der Mann aus Oberbayern wäre der erste Deutsche, der in der Volksrepublik hingerichtet würde.

Am Ende muss aber auch das höchste Gericht Chinas in Peking das Urteil bestätigen, bevor es vollstreckt wird. Beobachter gehen davon aus, dass das Verfahren auch Jahre dauern könnte. Der 36-Jährige hatte 2010 in Xiamen (Südchina) seine ehemalige venezolanische Freundin aus Münchener Studienzeiten und deren neuen deutschen Lebensgefährten auf offener Straße mit einem Messer und Hammer umgebracht. Ein Volksgericht in der Hafenstadt verurteilte ihn vor zwei Wochen zum Tode. Die Bundesregierung erklärte, sich in China dafür einsetzen zu wollen, dass das Urteil nicht vollstreckt wird.

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