"Entweihung der Gemäuer": Sex-Party in Bad Reichenhall ein Thema für das Finanzministerium
Bunga Bunga im staatlichen Kurhaus

Hinter dieser prächtig gestalteten Fassade des Alten Königlichen Kurhauses in Bad Reichenhall fielen im Juni die Hüllen. Eine Sex-Party in dem staatlichen Gebäude sorgt für heftige Diskussionen in Oberbayern. Nun ist auch das Finanzministerium eingeschaltet. Bild: dpa
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Bayern
02.09.2014
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Eine Sex-Party im staatlichen Kurhaus von Bad Reichenhall beschäftigt das Finanzministerium. Die örtlich zuständige Kur-GmbH hatte den Veranstaltern das Kurhaus des Staatsbades für das Erotik-Treffen zur Verfügung gestellt.

Das Finanzministerium in München forderte nun von der Kur-GmbH einen umfassenden Bericht, hieß es am Montag. Zuvor hatte die CSU-Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber gegen die Vergabe der Räume protestiert und auf ein persönliches Gespräch mit Finanzminister Markus Söder (CSU) gedrängt. Im "Trostberger Tagblatt" sprach die Mutter dreier Kinder von einer "Entweihung der Gemäuer". Nach Angaben der Zeitung hatten sich am 21. Juni rund 400 Frauen und Männer zwischen 18 und 80 Jahren unter dem Motto "Maskenball" dort zu einer freizügigen Party getroffen. Von Fesselwerkzeugen bis zum Bett im Séparée sei alles geboten gewesen.



Auf den Nachttischchen hätten Kondome bereitgelegen, ließ sich die Zeitung von Anwesenden berichten: "Da ging es schon richtig zur Sache." Viele Gäste seien in Latex erschienen. In dem Gebäude finden neben Kongressen auch Staatsempfänge mit dem Ministerpräsidenten statt. Im Internet wird das Haus des Ortes angepriesen, das seit der Renovierung modernste Technik biete. "Mit optimaler Kontrolle über Licht und Ton kann nun jegliche Veranstaltung perfekt inszeniert werden."
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