21.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Fernfahrer fordern 4000 neue Parkplätze an bayerischen Autobahnraststätten Zu wenig Platz für Brummis

An vielen Autobahnraststätten stehen Lkw nachts auch jenseits der vorgesehen Parkplätze - ein Sicherheitsrisiko. Archivbild: dpa
von Agentur DPAProfil

Wegen zahlreicher Unfälle und chaotischer Zustände an Autobahnrastplätzen in Bayern fordern die Lastwagenfahrer erneut deutlich mehr Parkplätze. An den Fernstraßen im Freistaat fehlten rund 4000 Stellplätze, sagte der Chef der Kraftfahrergewerkschaft in Bayern, Franz Xaver Winklhofer. Zugleich sprach er sich für stärkere Kontrollen der Lenkzeiten aus. Diese würden die Fernfahrer abschrecken und dazu bringen, nicht erst in letzter Minute auf einen überfüllten Parkplatz zu fahren. Nach Angaben des Verkehrsministeriums in München werden in diesem Jahr 500 neue Stellplätze gebaut.

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, weil Laster in Einfahrten oder sogar auf Standstreifen abgestellt werden. Während der Urlaubszeit verschärft sich das Problem wegen der vielen Wohnwagen, die oft Stellflächen für Laster blockieren. Ein ADAC-Sprecher sagte am Mittwoch: "Sowohl der Aus- und Neubau als auch ein besseres Park-Management sind nötig." Wichtig sei vor allem ein Anzeigesystem, das die Fahrer früh genug auf volle Parkplätze hinweise. Solche Schilder gibt es bereits auf der Inntalautobahn. Der ADAC forderte eine Ausweitung dieser Anzeigetafeln auf alle Autobahnen in Bayern.

Laut Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) wird an der A9 zwischen Nürnberg und München an 21 Parkplätzen sowie Tank- und Rastanlagen das "bundesweit erste intelligente Lkw-Parkleitsystem" installiert. Es soll noch heuer in Betrieb gehen. Eine weitere Lösung des Problems könnte das sogenannte Telematik-System sein, das momentan in einem Pilotprojekt an der Rastanlage Jura West (Kreis Neumarkt) an der Autobahn 3 getestet wird. "Die Technologie ermöglicht eine effizientere Auslastung der Parkplätze. Die Lastwagen werden dabei nach Ankunfts- und Abfahrtszeiten sortiert", erklärte der ADAC-Sprecher.

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