26.06.2015 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gewaltausbruch vor Mitternacht

von Redaktion OnetzProfil

Abends wird häufiger zugeschlagen als tagsüber. Die Zahl der Körperverletzungen nimmt im Tagesverlauf zu und erreicht ihren Höhepunkt zwischen 21 und 24 Uhr. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Kriminologischen Forschungsgruppe der Bayerischen Polizei (KFG). Demnach kennen sich Täter und Opfer vormittags meist persönlich, nachts hingegen richtet sich die Gewalt öfter gegen Unbekannte - und die Schlägereien laufen heftiger ab.

Außerdem steigt das Gewaltpotenzial am Wochenende. Täter seien dann vor allem Jugendliche - und oft sei Alkohol im Spiel, sagt der Autor der Studie, der KFG-Leiter Johannes Luff. Seit Abschaffung der Sperrstunde vor rund zehn Jahren seien die Taten in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen 3.00 und 6.00 Uhr deutlich gestiegen. Dass die Gesellschaft gewalttätiger werde, bestätigt die Studie nicht. Im Gegenteil: Die Brutalität geht zurück. Es werden mehr Bagatell-Taten angezeigt.

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