Hoeneß-Erpresser: Anklage gegen 50-Jährigen erhoben
Prozessbeginn offen

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Bayern
29.08.2014
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Gegen den mutmaßlichen Erpresser von Uli Hoeneß ist Anklage erhoben worden. "Die Anklage ist bei Gericht eingegangen, über die Zulassung ist aber noch nicht entschieden", sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft habe die Anklage bereits im Juli erhoben.

Der vorbestrafte 50-Jährige soll am 10. Mai mit einem Drohbrief versucht haben, 215 000 Euro von Hoeneß zu erpressen. Andernfalls müsse der Ex-Präsident des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München mit schwerwiegenden Konsequenzen in der Haft rechnen.

Hoeneß schaltete die Polizei ein, nachdem der Brief in seinem Haus in Bad Wiessee am Tegernsee eingegangen war. "Ich habe gute Kontakte in alle bayerischen Gefängnisse", schrieb der mutmaßliche Erpresser.

Hoeneß werde im Gefängnis keine angenehme Zeit verbringen, drohte der Mann. "Ihre Haftzeit wird kein Zuckerschlecken", soll wörtlich in dem Brief gestanden haben, zu dessen Inhalt sich die Justiz nicht näher äußerte. Auch die Familie des 62-Jährigen soll bedroht worden sein.

Bei der fingierten Geldübergabe im Münchner Stadtteil Sendling wurde der 50-Jährige gefasst. "Bayerns dümmster Erpresser" titelte die Münchner "Abendzeitung", weil er bei der Aktion vom Rad fiel. Der Mann kam wegen versuchter Erpressung in Untersuchungshaft.

Hoeneß sitzt seit 2. Juni im Gefängnis in Landsberg am Lech. Das Landgericht München verurteilte ihn im März wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren.
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