01.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Landwirt in Oberbayern wollte Tiere in Stall treiben Rinder töten ihren Bauern

Ein Bauer ist im oberbayerischen Pleiskirchen (Kreis Altötting) von seinen Rindern angegriffen und getötet worden. Der 57-Jährige wurde am Sonntag tot auf einer Weide seines Hofes gefunden, wie das Polizeipräsidium Rosenheim mitteilte. Der Landwirt wollte 60 Kühe, die nachts im Freien waren, am Sonntagmorgen in den Stall treiben.

"Eine Alm ist kein Streichelzoo" heißt ein Flyer, der auch Verhaltensregeln bei Begegnungen mit Kühen enthält. Diese können - wie einige Attacken in jüngster Vergangenheit zeigen - nicht ungefährlich sein. Bild: Petra Hartl
von Agentur DPAProfil

Dabei griffen ihn den Ermittlungen zufolge eines oder mehrere der Tiere an und verletzten ihn so schwer, dass er noch auf der Weide starb. Die Ehefrau fand ihren leblosen Mann gegen 6.15 Uhr, aber auch ein Notarzt konnte nicht mehr helfen. In jüngster Vergangenheit hatten Attacken von Rindern auf Menschen in Österreich Schlagzeilen gemacht. Ende Juli wurde eine deutsche Wanderin im Stubaital getötet. 20 Kühe und Kälber trampelten die 45-Jährige aus Bad Dürkheim zu Tode. Sie war mit ihrem Hund auf einem Wanderweg unterwegs, als die Tiere sie attackierten. Die Tiere wollten vermutlich ihre Kälber vor dem Hund schützen.

Hundebesitzer gefährdet

Wenige Tage später wurde ein 68-jähriger Hundebesitzer von Rindern schwer verletzt. Der Mann war mit seinem Husky und seiner 46-jährigen Tochter, die auch einen Hund dabei hatte, auf einem markierten Wanderweg in der Steiermark unterwegs, als etwa zehn Kühe auf ihn losstürmten. Der Mann wurde hochgeschleudert und erlitt Stoß- und Sturzverletzungen. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Der Hund wurde leicht verletzt.

Josef Wasensteiner vom Bayerischen Bauernverband (BBV) rief Spaziergänger nach den tragischen Unfällen zu besonderer Vorsicht auf und riet, gebührenden Abstand zu Weidetieren zu halten und empfahl: "Ruhig bleiben, nicht davonlaufen und im absoluten Notfall der Kuh mit einem Stock auf die Nase hauen oder langsam und ruhig aus der Gefahrenzone gehen." Wer mit einem Hund unterwegs sei, solle ihn an die Leine nehmen. "Kühe nehmen den Hund als Bedrohung wahr." Die Landwirtschaftkammer Tirol hat dazu den Flyer "Eine Alm ist kein Streichelzoo" zum richtigen Verhalten ausgegeben.

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