02.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Seehofer will Haderthauer-Nachfolge schnell klären Auch Füracker im Rennen

Nach dem Rücktritt von Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) kommt das Kandidatenkarussell für die Nachfolge in Fahrt. Im Gespräch ist auch ein Oberpfälzer: Albert Füracker (CSU) aus Lupburg (Kreis Neumarkt), Staatssekretär im Finanzministerium.

Auch der Neumarkter Albert Füracker wird als neuer Staatskanzleichef gehandelt. Bild: Hartl
von Alexander Rädle Kontakt Profil

Spätestens bis zur ersten Kabinettssitzung nach der Sommerpause am kommenden Dienstag werde die strategisch wichtige Personalie des Chefs der Staatskanzlei klar sein, verlautete am Dienstag aus CSU-Kreisen. SPD und Grüne schlugen dagegen vor, den Posten ganz einfach zu streichen.

CSU-Bezirksvorsitzende und Familienministerin Emilia Müller aus Bruck (Kreis Schwandorf) sagte gegenüber unserer Zeitung, sie werde sich zur Nachfolgefrage nicht äußern. Die Entscheidung treffe Ministerpräsident Horst Seehofer. Haderthauer zollte sie für ihre Entscheidung Respekt. Füracker selbst gab sich zurückhaltend. "Ich bin der falsche Ansprechpartner", sagte er der Mittelbayerischen Zeitung. Er dränge sich nicht nach neuen Positionen. Vor zehn Monaten habe er ein "sehr, sehr schönes Amt" übertragen bekommen.

Neben Füracker sind viele weitere Namen im Gespräch: Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich und - offenbar unwahrscheinlicher - Umweltminister Marcel Huber, der das Staatskanzlei-Amt schon einmal hatte. CSU-Europagruppenchefin Angelika Niebler ist nach Angaben aus Parteikreisen dagegen aus dem Rennen - sie wolle ihr neues, wichtiges Amt in Brüssel behalten. Als einigermaßen sicher aber gilt, dass Seehofer einen Nachfolger aus Oberbayern benennen muss.

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