Zittern des Bodens auch noch in Nürnberg zu spüren
Erneut Erdbeben an der Grenze

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Bayern
02.06.2014
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Ein Erdbeben an der deutsch-tschechischen Grenze war am Samstag bis nach Bayern zu spüren. Der Erdbebendienst der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover teilte auf Anfrage mit, dass das Beben um 12.37 Uhr in seinem Zentrum im tschechischen Novy Kostel lag und eine Stärke von 4,4 hatte.

Das "vergleichsweise starke" Erdbeben sei bis ins 150 Kilometer entfernte Nürnberg zu spüren gewesen, sagte die BGR-Seismologin Monika Bischoff. "Das Vogtland ist ein typisches Erdbebengebiet in Deutschland, hier treten immer wieder Schwarmbeben auf", sagte die Expertin. Dabei handle es sich um eine Gruppe von Beben ähnlicher Stärke in einem kurzen Zeitraum. "Es ist daher mit Nachbeben zu rechnen", erklärte die Seismologin. Die Polizei erhielt Anrufe besorgter Bürger, die ein leichtes Schwanken bemerkten. Auch in Teilen Sachsens und Sachen-Anhalts bebte kurzzeitig die Erde. Schäden wurden bisher nicht gemeldet.

Erst vor einer Woche hatte ein Beben mit Epizentrum nördlich von Eger auch die Bürger aufgeschreckt. Es hatte eine Stärke von 3,9 bis 4,2 auf der Richterskala.
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