Was ich gerade gelesen habe
Aller guten Dinge sind drei

Ausgelesen und ab ins Bücherregal. Bild: Wolfgang Demleitner
Freizeit BY
Bayern
15.01.2012
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Bevor ich meinen letzten Lesestoff in die entsprechenden Regale einräume, kann ich vielleicht das eine oder andere gute Buch empfehlen.

1. Gianrico Carofiglio - "In ihrer dunkelsten Stunde": Eine neue Aufgabe wartet auf Avvocato Guido Guerrieri, eine Studentin ist spurlos verschwunden, die Polizei will die Akten schließen, doch die verzweifelten Eltern bitten den Avvocato um seine Hilfe. Eine schier unlösbare Aufgabe, doch Guerrieri lässt nicht locker und löst, wie könnte es anders ein, auch diesen Fall.

Ich habe Carofiglio vor ein paar Jahren in der Schießhalle des Landeskriminalamtes bei einer Lesung getroffen und sowohl ihn persönlich als auch seinen Romanhelden Avvocato Guido Guerrieri schätzen gelernt. Carofiglio war viele Jahre in seiner Heimatstadt Bari Antimafia-Staatsanwalt und 2007 Berater des italienischen Parlaments für den Bereich organisierte Kriminalität. Der vierte Kriminalroman um den Avvocato ist sein bester. Unbedingt lesenswert. (Schenken kann man sich dafür sein vorletztes Buch: "Eine Nacht in Bari".)

2. Josh Bazell - "Schneller als der Tod": Ein "unverschämt witziger" Roman über einen ehemaligen Mafiakiller der New Yorker Mafia, der ausstieg, ins Zeugenschutzprogramm ging und Arzt wurde. Doch die Vergangenheit holt ihn ein. "Ein adrenalingeladener Thriller, mit Dialogen so scharf wie ein Skalpell ... extrem cool und schockierend unterhaltsam", so der Klappentext. "Zynisch und komisch wie Dr. House." Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Totengräber. (Das letzte Kapitel würde ich kein zweites Mal lesen.)

3. Amir Hassan Cheheltan - "Amerikaner töten in Teheran": Hier geht es um das Verhältnis zwischen Amerika und dem Iran. In sechs Episoden, die alle miteinander zu tun haben, werden tragische Ereignisse von 1924 über 1953 und 1978 bis 1988 erzählt. Der Titel ist zweideutig. In allen Geschichten werden Amerikaner in Teheran getötet, aber Amerikaner können auch selbst in Teheran töten. "Einfühlsam und kenntnisreich ... ist dieser Roman zugleich das Porträt Teherans, einer der Mega-Citys, in denen sich unsere Zukunft entscheiden wird." Da braucht man nur die Nachrichten einschalten. Die Geschichte zwischen Iran und Amerika wird täglich fortgeschrieben.