02.04.2018 - 15:16 Uhr
Deutschland & Welt

Traditioneller Georgi-Ritt in Traunstein Rösser, Musikkapellen und historische Gruppen

Beim traditionellen Georgi-Ritt ziehen am Ostermontag Hunderte festlich geschmückte Rösser mit Musikkapellen und historischen Gruppen durch Traunstein zum Ettdorfer Kircherl in Oberbayern.

von Agentur DPAProfil

Traunstein.  Mehrere Hundert festlich geschmückte Rösser mit Musikkapellen und historischen Gruppen sind am Ostermontag beim traditionellen Georgi-Ritt durch das oberbayerische Traunstein gezogen. Tausende Zuschauer verfolgten bei strahlendem Frühlingswetter den Festzug zum Ettdorfer Kircherl. In einer Ehrenkutsche fuhr auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit, begleitet von Bayerns neuer Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU), dem Traunsteiner Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) und Landrat Siegfried Walch (CSU).

Der Georgi-Ritt wurde im vergangenen Jahr in das Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Unesco aufgenommen. Er ist eine der größten Pferdewallfahrten in Bayern. Bei dem Osterritt zu Ehren des heiligen Georg als Schutzpatron der Pferde und Reiter erbaten die Menschen traditionell den Segen für Tiere, Feldarbeit und heimischen Stall.

Vor und nach dem Ritt zeigen Männer auf dem Stadtplatz den Schwertertanz. Die Tradition reicht bis ins Jahr 1530 zurück und symbolisiert den Sieg des Frühlings über den Winter.

"Traunstein ist das Herz des Chiemgaus, der Georgi-Ritt und der Schwertertanz eine Tradition, auf die wir in Bayern stolz sein können. Bayern lebt sein Brauchtum, das macht unsere Heimat so besonders", sagte Söder. Er hatte sich zuvor im Beisein von Landrat Walch und Oberbürgermeister Kegel im Landratsamt in das Goldene Buch von Landkreis und Stadt Traunstein eingetragen.

Für die Organisation des Georgi-Ritts zeichnet der 1891 gegründete St. Georgs-Verein Traunstein verantwortlich

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.