424 Seiten und 150 Bilder beleuchten die Geschichte des Oberen Fichtelnaabtals
Mit Hirn und Herzblut

Über ein gelungenes Werk freuen sich (sitzend, von links) Horst Pecher, Albert Lichtblau und Armin Hofmann sowie (hinten, von links) Bürgermeister Georg Ritter Thomas Müllinger, der zusammen mit Frank Unterburger (nicht im Bild) das Werk fortsetzen wird. Bild: gis
Kultur BY
Bayern
12.12.2016
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Fichtelberg. Auf 424 Seiten, belebt mit über 150 Bildern - das älteste Schulfoto von 1900 - haben Horst Pecher, Armin Hofmann und Albert Lichtblau, Koryphäen in der Geschichte des Oberen Fichtelnaabtals, mit viel Sachverstand und Herzblut in drei Jahren intensiver Arbeit Geschichte und Geschichten zusammengetragen, den Altvorderen zugehört, geforscht, fotografiert, aufgeschrieben und in Archiven gestöbert.

Spannend und informativ

So entstand ein spannendes, informatives Lese- und Bilderbuch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Und jeder, der darin blättert, wird auf den überaus zahlreichen Klassenbildern sicherlich mindestens einmal sich selbst, seine Mutter, die Oma oder den Urgroßvater finden. Jetzt stellten die Verfasser das Werk "Chronik der Gemeinde Fichtelberg - Heimat im Obersten Fichtelnaabtal - Aus der Schulgeschichte von Fichtelberg - Neubau - Hüttstadl-St. Veit - der Öffentlichkeit vor. "Wer kann sich nicht an seine Schulzeit erinnern?", fragen die Autoren: "Sei es mit Wehmut, mit schlechtem Gewissen, an eine schöne Zeit, Ermahnungen oder gar an eine deftige "Watschn"?

Jedenfalls ist Horst Pecher, selbst langjähriger Leiter und Rektor der Grundschule Fichtelberg/Mehlmeisel, davon überzeugt, dass bei jeder und jedem Bilder und Ereignisse im Gedächtnis bleiben, die jetzt in dieser Chronik festgehalten sind.

Überdies nehmen die Verfasser den Leser mit auf eine Reise, die in der Antike beginnt, beleuchten die Schulbildung im Mittelalter, führen über die Reformation und Aufklärung bis in die heutige Zeit. Wer weiß beispielsweise , dass bereits 1679, in der Zeit des Kurfürsten Maximilian, in Gottesgab eine Schule bestand - oder von Verhaltensmaßregeln um 1900, die damals äußerst streng waren: "Die Füße müssen mit ihrer ganzen Sohle auf dem Fußbrette ruhen. Die Schüler dürfen nicht auf der Kante der Bank sitzen."

Die Autoren berichten auch von den harten Zeiten während der Kriegsjahre und danach, von bitterkalten, schneereichen Wintern, vom Schulhausbau, von der Glasmacher-Berufsschule Fichtelberg und vielem mehr. Nachzulesen ist über die Gründung des Schulverbandes, über Lehrkräfte, Seelsorger und Bürgermeister. Themen sind auch das Radon-Problem vor zwei Jahren und die Inklusion.

Zum Preis von 19,80 Euro

Höchste Anerkennung zollte Bürgermeister Georg Ritter dem Heimatforscher-Team und pries das Werk gleich als ideales Weihnachtsgeschenk an. Jetzt wollen sich Horst Pecher, Armin Hofmann und Albert Lichtblau langsam aus der Heimatforschung zurückziehen, weiterhin aber unterstützend mithelfen. Da ist es ein außerordentlicher Glücksfall, dass sie mit Thomas Müllinger und Frank Unterburger junge Nachfolger gefunden haben, die ihr Werk fortführen werden.

Die Chronik ist zum Preis von 19,80 Euro in der Gästeinformation und in der Tankstelle "Tanken & mehr" in Fichtelberg erhältlich.
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