Festival Mitte Europa eröffnet Konzertreihe mit Talich-Kammerphilharmonie - Händels "Messias"
Glasschleif wird zum Kulturpalast

Vorfreude auf ein einmaliges Konzert am 29. Juni in der Glasschleif: Im Bild von links das Künstlerehepaar Horst und Bärbel Kießling, Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder, Kantor Michael Grünwald und Max Wittmann (Stewog). Zur Aufführung kommt Händels "Messias". Karten gibt es im Vorverkauf. Bild: jr
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Bayern
20.04.2013
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Das Industriedenkmal Glasschleif wandelt sich - zumindest im Juni - zum Kulturpalast. Zunächst findet in der architektonisch beeindruckenden Halle das Eröffnungskonzert des Festivals Mitte Europa statt. Zu Gast ist am 16. Juni um 16 Uhr die Talich-Kammerphilharmonie. Am 29. Juni erklingt Händels "Messias". Beginn ist um 17 Uhr.

Der "Große Marktredwitzer Chor" studiert derzeit Händels "Messias" ein. "Wir haben 70 bis 80 Sänger aus der Region dabei", schwärmt Chorleiter Kantor Michael Grünwald vom eigens für dieses Konzert geformten Chor. Die Chorsänger kommen dabei nicht nur aus Marktredwitz, sondern auch aus dem benachbarten Stiftland (wir berichteten). Der Chor ist konfessionsübergreifend, freut sich Grünwald. Mit dabei sind das dreißigköpfige Orchester "Camerata franconiae" aus Nürnberg/Erlangen sowie vier Solisten, alle aus dem Nürnberger Raum.

Gerne erzählt Grünwald beim Pressegespräch, wie er auf die Idee zu diesem Konzert kam: Im vergangenen Jahr fand in der Glasschleif eine Oldtimerausstellung statt. Beim Besuch der Veranstaltung imponierte ihm von Beginn an die tolle Akustik. Nachdem die Idee, Händels "Messias" auf einer Baustelle singen zu wollen, geboren war, ging es zügig an die Vorbereitungen. Grünwald kann seine Vorfreude auf das Konzert kaum verbergen. Sein Dank gilt der Stadt, der Stewog und dem Künstlerehepaar Bärbel und Horst Kießling für die gewährte Unterstützung. Um das leibliche Wohl der Gäste kümmert sich bei der Aufführung die Evangelische Jugend Marktredwitz. Serviert werden Brot und Wein in verschiedenen Variationen. Der Kartenvorverkauf hat zwischenzeitlich begonnen. Tickets für zehn Euro gibt es in der Tourist-Info der Stadt Marktredwitz sowie im Pfarramt Marktredwitz, Pfarrhof 2. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Die Plätze sind nicht nummeriert. Die Halle wird für 700 Besucher bestuhlt.

Sieben Banner

Horst Kießling freute sich, dass in der Region "endlich etwas passiert, mit überregionaler Bedeutung". Mit seinen sieben Bannern, die eigens zu diesem Konzert zum Thema gestaltet werden, will das Künstlerehepaar Bärbel und Horst Kießling eine Verbindung zwischen Himmel und Erde herstellen. "Wir wollen ein Gesamtkunstwerk schaffen, mit Musik, Texten, Malerei und der Architektur", kündigte Kießling an. Das größte Banner wird 7 Meter lang und 3,20 Meter breit sein. Drei andere Banner sind 5 Meter lang und ebenfalls 3,20 Meter breit.

In der Mitte der Präsentation wird das "Halleluja", am Ende das "Amen" stehen, informierte Kießling. Hergestellt werden diese Paramente aus schwer entflammbaren Stoffen in den Benker-Hallen, wobei zwei der Banner schon fast fertiggestellt sind. Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder freute sich auf beide Konzerte. Ausdrücklich dankte sie dem Stadtrat für die Genehmigung. Besonders für die künftige Nutzung der Glasschleif seien beide Veranstaltungen von großer Bedeutung. Erneut hob die Oberbürgermeisterin hervor, dass es eine vergleichbare Halle in der Region nicht gebe. "Kunst in dieser Halle macht Lust."

Bühne in der Mitte

Max Wittmann (Stewog) informierte, dass die Bühne jeweils in der Mitte der Halle aufgebaut werde. "Die Zuschauer werden kreisförmig zur Bühne hin ihre Sitzplätze haben." Wittmann abschließend: "Ich freue mich auf dieses Gesamtkunstwerk."
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