Tori Amos in München: Sanftes Vibrieren statt kleinem Erdbeben

01.10.2017 - 21:50 Uhr
Tori Amos. Bild: Tobias Schwarzmeier

München. Das Feuer brennt in ihren Songs. Tori Amos hat sich kaum verändert. Ruhig, lyrisch, aber voller Leidenschaft gibt die Ikone des Sirenengesangs am Samstag ihr Gastspiel in der Münchener Philharmonie. Minimalistisch ohne Band, wirbelnd zwischen Klavier und Keyboard begeistert sie die Fans am Gasteig mit einer sphärischen, aufwühlenden Reise in ihre musikalische Gedankenwelt. Nicht nur der wundervolle, unverwechselbar vibrierende Sound der US-Amerikanerin ist aber an diesem Abend voller Widersprüche. Unverständlich bleibt, warum die 54-jährige auf nahezu alle frühen Hits wie "Little Earthquakes", "Crucify" oder "Cornflake Girl" verzichtet. Dafür wartet sie mit einer außergewöhnlichen Version von Joni Mitchells Anti-Weihnachtssong "River" auf. Auch nach all den Jahren bleibt Tori Amos ein Rätsel. Eines, das sich aber immer zu ergründen lohnt.

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