80 Prozent Förderung - Regierungspräsident empfiehlt bei Glasschleif Politik der kleinen ...
Neutralisation weicht Parkplatz

Am Dienstagmittag war Projektstart für den Abbruch der ehemaligen Neutralisation auf dem Benker-Gelände. Mit dabei waren (von links) Helga Rupp und Diplom-Geologe Roland Heberl (beide vom Planungsbüro Rupp-Bodenschatz), Stadträtin Uta Siegle, Max Wittmann, Landratsvertreter Dr. Hans-Frieder Roblick, Stadtrat Karl Bröckl, Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder, zweiter Bürgermeister Klaus Haussel und Stadtrat Oliver Weigel. Bild: jr
Lokales
Bayern
16.04.2013
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"In spätestens zwei Wochen beginnen wir mit den eigentlichen Abbrucharbeiten an der Gebäudehülle", informierte am Dienstag Projektleiter Roland Heberl. Bis Ende Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann entsteht auf dem Gelände der einstigen Benker-Neutralisation ein provisorischer Parkplatz.

Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder war glücklich, dass die Beseitigung der Bauruine mit 80 Prozent aus dem Sonderkontingent zur Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen bezuschusst wird. Im Abbruch sah die Oberbürgermeisterin eine weitere wichtige Maßnahme im Hinblick auf die künftige Nutzung und Neuordnung des gesamten früheren Benker-Areals. Den Auftrag zum Abbruch des Gebäudes erhielt die Firma Ebersbach aus Oelsnitz. Dieses Unternehmen habe auch die frühere Porzellanfabrik in Mitterteich abgetragen, sagte Stewog-Geschäftsführer Max Wittmann auf NT-Anfrage. Die Oberbürgermeisterin betonte: "Unser Ziel ist es, dieses Gebiet mit innerstädtischer Anbindung und hohem Freizeitwert zu einem Hochschulstandort zu entwickeln." Der Abbruch sei auch Aufbruch. Die Abbruchmaßnahmen sind mit 400 000 Euro veranschlagt. Dr. Seelbinder war zuversichtlich, dass die frei werdende Fläche bereits im Sommer als Parkplatz genutzt werden könne. Es sei Platz für rund 70 Stellflächen.

Wichtiger Schritt

Regierungspräsident Wilhelm Wenning wusste: Dieser Abbruch ist das erste Projekt über das Sonderkontingent im Bayerischen Städtebauförderungsprogramm zur Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen. Gerne greife der Bezirk Oberfranken der Stadt Marktredwitz finanziell unter die Arme und fördere den Abbruch. "Was vor Jahren mit der Grenzüberschreitenden Gartenschau begonnen wurde, findet jetzt seine Fortsetzung", sagte Wenning. Marktredwitz komme mit dem Abbruch der Gebäude dem Wunsch nach einem Hochschulstandort einen weiteren wichtigen Schritt näher.

Unterstützung zugesagt

Bezüglich der Glasschleif erklärte der Regierungspräsident: "Wenn die Stadt Marktredwitz dort eine Veranstaltungshalle verwirklichen will, dann werden wir sie unterstützen. Allerdings wird in den kommenden zwei Jahren da nicht viel passieren. Wir werden keine großen Schritte machen können."

Diplom-Geologe Roland Heberl stellte kurz den geplanten Ablauf der Bauarbeiten vor. Bereits im vergangenen Jahr seien erste Bohrungen im Boden durchgeführt worden. Freilich sei man vor Überraschungen nie ganz sicher. Das Abbruchmaterial werde fachgerecht entsorgt, versicherte Heberl.
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