Architekten Fichtner und Gruber sind sauer
Prämiert und gelobt, aber kein Auftrag

Das Weidener Architektenduo Fichtner/Gruber gewann den Wettbewerb für den Neubau auf dem "Kronprinz"-Areal in Wunsiedel, ging aber bei der Auftragsvergabe leer aus. Unser Bild zeigt Architekt Marco Gruber (links) und Berater Wolfgang Gerlach mit dem prämierten Entwurf. Bild: jr
Lokales
Bayern
29.08.2014
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Glatter weißer Putz an den Obergeschossen. Feine Riemchen im Sockelbereich der neuen Fassade. Mit diesem Vorschlag für den Neubau der Sparkasse Hochfranken an der Maximilianstraße in Wunsiedel gewannen Oliver Fichtner und Marco Gruber den ersten Platz beim Architektenwettbewerb. Doch ihr Plan bleibt in der Schublade.

Zweiter Platz erste Wahl

Das ehemalige, traditionsreiche Hotel "Kronprinz" weicht und macht Platz für den Sparkassen-Neubau. Doch der Bauherr verwirklicht nicht das Konzept der Weidener, sondern den Entwurf des Marktredwitzer Architekten Peter Kuchenreuther, der beim Wettbewerb den zweiten Platz belegt hatte. Klar, dass das Weidener Architektenduo und ihr Marktredwitzer Berater Architekt Wolfgang Gerlach verärgert sind.

Groß war die Freude der Oberpfälzer Architekten, als sie im März beim Wettbewerb siegten. Wolfgang Gerlach hatte im Vorfeld die beiden Architekten unterstützt. Sie hofften, bei der Auftragsvergabe zum Zug zu kommen. Allerdings entschied der Verwaltungsrat der "WUN-Immobilien KU" mit Sitz in Wunsiedel anders. Uwe Heidel, Vorstand des Kommunalunternehmens, begründet dies damit, dass die beiden Siegerentwürfe nochmals nach einem umfangreich erarbeiteten Fragenkatalog unter die Lupe genommen worden seien.

Projektsteuerer Anton Söllner habe die 30 Einzelthemen einer Punktewertung unterzogen. Und hier platzierte sich das Architekturbüro Kuchenreuther als Sieger und erhielt dann den Auftrag vom Verwaltungsrat der "WUN-Immobilien KU".

Praxen und Wohnungen

Noch im Herbst oder spätestens im Frühjahr kommenden Jahres soll der alte "Kronprinz" abgerissen werden. Das Erdgeschoss des neuen Gebäudes will die Sparkasse Hochfranken beziehen, mit Schalterhalle, Service- und Beratungsbereich. Im ersten und zweiten Obergeschoss sollen Praxen, Kanzleien und Büros Platz finden. Vorgesehen ist zudem der Einbau von barrierefreien Wohnungen. Die Fertigstellung ist für 2016 vorgesehen.
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