Bauausschuss billigt Ceram-Tec-Pläne - Freude über Investition von über 80 Millionen Euro
Auch Scherdel will expandieren

Auf dem Gelände der Firma Ceram-Tec laufen bereits Bauarbeiten. Am Dienstag war die Erweiterung des Geschäftszweigs Medizintechnik Thema im Bauausschuss. Bild: jr
Lokales
Bayern
18.04.2013
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"Dies ist eine sehr erfreuliche Geschichte für uns", strahlte Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder, als sie die Erweiterungspläne der Firma Ceram-Tec vorstellte. Der symbolische Spatenstich fand bereits vor drei Wochen statt (wir berichteten). Nun gab der Bauausschuss das gemeindliche Einvernehmen für den Vollzug des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

Klaus Helm (Stadtverwaltung) erläuterte im Bauausschuss das Bauvorhaben. Es entsteht eine 75 mal 35 Meter große Halle. Insgesamt betrage die Nutzfläche der Neubauten 7171 Quadratmeter, so Helm. Es entstünden rund 100 neue Arbeitsplätze (Drei-Schicht-Betrieb). Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder sprach vom "größten Bauvolumen in den letzten Jahren". Der Bauausschuss stimmte einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zu. Neue Stellplätze sind nachgewiesen. Das Einvernehmen erfolgte einstimmig.

Erhöht werden soll die Leistung der Asphaltmischanlage bei der Firma Hilgarth. Gleichzeitig sei eine Stilllegung der Aufbereitungsanlage und Zwischenlagerung von pechhaltigem Straßenaufbruch geplant. Aktuell betrage die Leistung rund 120 Tonnen pro Stunde; diese solle jetzt auf 200 Tonnen pro Stunde steigen. Bauliche Veränderungen, so Klaus Helm, seien dafür nicht notwendig. Es werde in moderne Technik investiert. Der Bauausschuss stimmte zu. Die Firma Scherdel möchte am Standort Leutendorf expandieren. Ein konkreter Bauantrag, so die Oberbürgermeisterin, liege zwar noch nicht vor; aber die Stadt müsse die Voraussetzungen zur Aufstellung eines Bebauungsplanes schaffen. "Wir befinden uns erst am Anfang des Verfahrens", wusste Klaus Helm. Der Stadtrat wird sich in seiner Sitzung am 30. April mit der Thematik befassen. Ziel des Verfahrens ist es, landwirtschaftliche Flächen in Gewerbeflächen umzuwandeln. Das Unternehmen plane, die Logistikabteilung, die bisher in der Nähe des Bahnhofs beheimatet war, in einem Neubau in Leutendorf unterzubringen. Der Neubau werde auf einer Fläche von 2200 Quadratmetern verwirklicht. Der Neubau schließe an die bisherigen Betriebsgebäude an. Als mögliche Investitionssumme nannte Klaus Helm 3 bis 4 Millionen Euro. Die Bürger von Leutendorf würden vorab in einer Bürgerversammlung am 29. April informiert; dazu hätten sich auch Firmenvertreter angekündigt. Am 14. Mai gibt es eine Anliegerversammlung. Der Bauausschuss billigte die Einleitung der einzelnen Verfahrensschritte.
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