12.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

"Camel Up" ist das "Spiel des Jahres 2014" - "Kennerspiel" führt Taktiker nach "Istanbul" Verrückte Kamele und rote Rubine

Da wird sogar der Scheich weich: "Camel Up", das frisch gekürte "Spiel des Jahres", verspricht eine Menge Spaß. Bild: gük
von Redaktion OnetzProfil

Dieses Kamelwettrennen ist völlig verrückt: Die Höckertiere sitzen huckepack aufeinander, sobald sie auf einem Feld landen. Das unterste zieht die Anderen mit - wo soll das bloß enden?

Mitunter auf Platz eins, wie die Preisverleihung für das "Spiel des Jahres 2014" in Berlin zeigte. Das Familienvergnügen "Camel Up" von Steffen Bogen erhielt den begehrten Pöppel. "Das wilde Rennen löst Emotionen aus, es wird in allen Altersstufen gehofft, gebangt und gelacht", hieß es in der Begründung der Jury.

Fünf farbige Kamele müssen einen Rundkurs um eine Pyramide hinter sich bringen. Bewegt werden die Tiere durch Würfelwurf. Der Clou dabei: Landet ein Kamel auf einem besetzten Feld, wird es einfach auf den Buckel des dort ruhenden Tieres gelegt. So entstehen mitunter wahre Kameltürme, deren Reisen man mit Wüstenplättchen ausbremsen kann. Allerdings gewinnt nur der, der auf das richtige Kamel setzt. Gewettet wird auf das tolle (Sieger) und das olle Kamel (Letzter). Ein wirklich witziger Wüstenschiff-Wettkampf.

Stoff für Strategen

Während bei "Camel Up" der Spaß im Vordergrund steht, ist das "Kennerspiel des Jahres", "Istanbul" von Rüdiger Dorn, eher etwas für Strategen. Doch auch hier ist der Einstieg recht einfach. Zwei bis fünf Kaufleute haben es auf wertvolle Rubine abgesehen. Die Klunker sammeln sie, indem sie mit Hilfe ihrer vier Gesellen Waren handeln und Geld verdienen. Wer genügend Material auf seinem Karren beisammen hat, besucht die Moschee, beliefert den Sultan oder kauft beim Edelsteinhändler ein. Wegen des variablen Plans aus 16 Ortsplättchen stehen die Spieler in jeder Partie vor der Herausforderung, die taktisch günstigsten Routen neu zu erkennen.

Wie auf einem Basar

Die Jury war von "Istanbul" begeistert und lobte: "Es simuliert das geschäftige Treiben auf einem Basar so effektvoll und vielseitig, wie Spieler es sich nur wünschen können." Wie auf einem echten orientalischen Markt hetzen die Kaufleute umher, um schneller als die Konkurrenz zu sein. Nicht nur Material und Regelwerk sind übrigens top, auch Fortuna spielt nur am Rande eine Rolle. Dass der Autor Rüdiger Dorn kein Neuling in der Szene ist, beweist die Spieldauer. Selbst bei fünf Diamantenjägern werden 60 Minuten kaum überzogen. Der Wiederholungs-Reiz ist dementsprechend groß!

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.spiel-des-jahres.com

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