Elke Rauscher und Anita Weigert SiSo-Geschäftsführer
Doppelspitze für Ehrenamtsbörse

Mit einem Strauß bunter Blumen hieß Bürgermeister Hans Wittauer die neuen SiSo-Netz-Koordinatorinnen Elke Rauscher (links) und Anita Weigert im Weidenberger Rathaus willkommen. Bild: op
Lokales
Bayern
18.04.2013
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- Aus eins mach zwei. Auf diesen kurzen Nenner lässt sich der Stabwechsel in der Koordinierungsstelle des SiSo-Netzes (Sozialdienst im Seniorenzentrum) der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Weidenberg bringen - einem Hilfsprojekt von Bürgern für Bürger, das vor einem Jahr aus der Taufe gehoben wurde. Die bisherige Geschäftsstellenleiterin Maria Diepold hat vor kurzem in den Sozialdienst des AWO-Seniorenzentrums gewechselt (Verabschiedung). Ihr Arbeitsbereich wird nun auf zwei Schultern verteilt: auf jene von Elke Rauscher und Anita Weigert.

Bürgermeister Hans Wittauer, zugleich Vorsitzender des sozialen Netzwerkes, nahm den Wechsel in der Ehrenamtsbörse zum Anlass, die beiden Weidenbergerinnen im Rathaus mit einem Blumenstrauß zu begrüßen. Dem Rathauschef zufolge sind die beiden für ihr neues Betätigungsfeld "geradezu prädestiniert". Sie brächten beste Voraussetzungen für den Bürgerhilfsdienst mit, der unter anderem die Begleitung beim Einkaufen oder bei Arztbesuchen, kleinere Hilfen im häuslichen Bereich, Entlastung für pflegende Angehörige, Besuchsdienste, gelegentliche Kinderbetreuung, aber auch die Unterstützung bei Behördengängen anbietet und organisiert.
Rauscher und Weigert sind seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Alten- und Krankenpflege sowie der Betreuung Demenzkranker tätig und gehören zu den Gründungsmitgliedern des SiSo-Netzes. Sie sind mit der Idee und Zielsetzung dieses Freiwilligenzentrums gut vertraut, das Angebot und Nachfrage der ehrenamtlichen Arbeit zusammenbringen will.

Elke Rauscher ist seit Jahrzehnten als Pflegefachkraft und Praxisanleiterin in der Alten-, Kranken- und Tagespflege sowie als Gutachterin für den Medizinischen Dienst tätig und damit in allen Pflegebereichen zu Hause. Wittauer: "Als versierte Fachkraft kann sie ihren ganzen Erfahrungsschatz in das neue Tätigkeitsfeld einbringen."

Staatsministerium fördert

Anita Weigert engagiert sich ebenfalls in der Betreuung Demenzkranker. Sie ist ausgebildete Arzthelferin und hat zehn Jahre lang organisatorische Erfahrung als Lehrstuhlsekretärin an der Universität Bayreuth sammeln können. Auch die Ausbildung als "Seniortrainer" bringe sie mit, freute sich der VG-Chef.
Beide teilen sich die Planstelle mit 20 Wochenstunden. Mit 35 000 Euro wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Frauen gefördert.

Die Neuen wollen, so betonen sie, mit Elan an den weiteren Auf- und Ausbau der Koordinierungsstelle gehen, die derzeit auf das Engagement von rund 20 Ehrenamtlichen zurückgreifen kann. Ein weiterer Schwerpunkt: die Schulung und Fortbildung der Freiwilligen. Die Ehrenamtsbörse versteht sich als "Tauschplatz" für Nachbarschaftshilfe und Gemeinsinn. "In Konkurrenz zu professionellen Anbietern wollen wir keinesfalls treten", stellt Wittauer klar. Träger des Projekts sei der Verein SiSo-Netz, bei dem jeder Bürger Mitglied werden könne.
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