28.09.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gelungener Volkstumsabend - Hamburger Gmoi übergibt Fahne an Egerland-Museum Musikalische Reise in den Böhmerwald

"Vom Egerland zum Nordseestrand" - so das Motto eines gelungenen Volkstumsabends im Egerland-Kulturhaus. Mit dabei der Sudetendeutsche Singkreis - Egerländer Chor Hamburg. Im Gepäck der Sänger und Sängerinnen von der Waterkant befand sich ein besonderes Geschenk, nämlich eine alte Gmoifahne aus Hamburg, die nun im Kulturhaus, dem Sitz der Egerländer, einen Platz finden wird.

von Redaktion OnetzProfil

Anlass der Fahnenübergabe an das Egerland-Museum war die Auflösung der Gmoi Hamburg. Hausherr Erich Fischer von der Egerland-Kulturhaus-Stiftung begrüßte die Gäste aus dem hohen Norden und natürlich die rund 250 Besucher des Volkstumsabends sowie Bundesvüarstäiha Günther Müller.

Gmoischreiberin Gerlinde Hofmann aus Marktredwitz führte durch den Abend, sie kündigte den mit Spannung erwarteten Auftritt des Chores aus Hamburg an, den Chorleiter Ernst Löschner auf eine musikalische Reise vom Böhmerwald in das Egerland, hin zum Erzgebirge, in das Riesengebirge, in die Slowakei und natürlich auch nach Norddeutschland schickte.

Dabei wäre der Auftritt des Chors fast geplatzt, denn aus dem Bus wurde in Marktredwitz der Notenkoffer gestohlen (wir berichteten bereits). Doch die Sänger hatten Glück im Unglück: die Noten wurden von einem Autofahrer gefunden.

Äußerst humorvoll informierte Ernst Löschner, seit der Gründung des Chores vor 44 Jahren Leiter der Gesangsgruppe, über den jeweiligen musikalischen Beitrag des 35 Personen starken Chores. Natürlich kam der Chor nicht umhin, die Reise in den Böhmerwald mit "Tief drin im Böhmerwald" zu beginnen. Die nächste Station im Egerland wurde mit "Öitza sponn i mei Rößla" besungen. Aus dem Erzgebirge erklang das Volkslied " Der Vugelbeerbaam".

Eine musikalische Anfrage kam aus dem Riesengebirge mit "Wo kommt denn wohl die Elbe her?", während sich der Chor auf seiner Reise in der Slowakei mit "Mädel, mein Mädel" auseinander setzte. Der Chor verabschiedete sich dann nach etwa zwei Stunden köstlicher Unterhaltung auf den Weg nach Norddeutschland in die Lüneburger Heide mit dem bekannten "Heidenröslein".

Ehe dann gemeinsam von allen Besuchern das Lied "Kein schöner Land" erklang, sagte der Chor auf seine Weise "Auf Wiedersehen" mit dem Beitrag "In Hamburg sagt man Tschüss". Das Publikum dankte für den unterhaltsamen und stimmungsvollen Abend mit langem Applaus

Bundesvüarstäiha Günther Müller hoffte, dass in Hamburg wieder ein Egerländer Stammtisch entsteht, "dann erhalten Sie ihre Fahne selbstverständlich zurück". Unter dem Beifall der Anwesenden überreichte Chorleiter Ernst Löschner die Gmoifahne aus Hamburg an Bundesvüarstäiha Günther Müller. Dieser "revanchierte" sich mit der Übergabe eines Exemplars des Liederschatzes "Egerland", der 4000 Lieder umfasst.

Begeistert aufgenommen wurden die Auftritte der Egerland-Jugend Marktredwitz unter der Leitung von Hilde Zrenner, die mit ihren Tänzen und Gesangseinlagen für beste Unterhaltung sorgte. Eine Bereicherung auch die Familienmusik Rubner. Gerlinde Hofmann gab den Gästen aus Hamburg noch einige "flüssige Geschenke" aus dem Fichtelgebirge mit auf den Weg.

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