Kommentar von Clemens Fütterer
Das Potenzial der Region

Lokales
Bayern
17.04.2013
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Ein Schelm, wer Böses denkt: Vor allem die Spitzen der regionalen Banken - ob genossenschaftlich oder öffentlich-rechtlich - treten als Fürsprecher der Windkraft auf und beschwören die "Energie-Region Nordoberpfalz". Windräder versprechen sichere, risikoarme Finanzierung durch die Kreditinstitute. Die Anlagen garantieren eine ersprießliche Rendite: ein Geschäft sowohl für die Investoren als auch die Geldgeber.

Niemand steckt seine Mittel aus purem Idealismus in Photovoltaikanlagen und Windräder. Denn solche Investitionen machen den Geldbeutel nicht schmäler, sondern mittel- bis langfristig propperer. So viel Offenheit und Transparenz bei den erneuerbaren Energien sollten schon sein: Es geht schlichtweg auch um den Profit bei der Energiewende.

Aber kann man wirklich das eine tun, ohne das andere zu lassen? Denn gleichzeitig setzt die regionale Wirtschaft auf den Tourismus, und hier besonders auf die Naherholung aus Nürnberg. Die Tagestouristen aus dem Frankenland sind bereits heute ein Wirtschaftsfaktor, wie ein Blick auf die Autokennzeichen an den Wochenenden vor Zoiglstuben, Ausflugslokalen und Parkplätzen an Radrouten zeigt. Es grenzt gewiss nicht an Untertreibung, hier davon zu sprechen, dass der Tourismus noch Potenzial hat ...
Bis auf wenige Ausnahmen gleicht die Nordoberpfalz bei gehobenen (Wellness-)Hotels einer Diaspora. Online-Vermarktung ist oft ebenso ein Fremdwort wie Zielgruppen-Marketing. Ohne diese Instrumente bleiben beispielsweise die Pfade für Mountainbiker oder beschauliche Flussläufe für Kanu-Wanderer noch lange der berüchtigte Geheimtipp. Im Tourismus liegt das wahre Dienstleistungs-Potenzial unserer Region.
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