26.10.2010 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kulturpreis "Johannes von Tepl" an Helmut Preußler verliehen - Renate Kolb erhält Förderpreis Die Bindung an die Heimat erhalten

Helmut Preußler aus Nürnberg erhielt bei der Bundeskulturtagung der Egerländer Gmoin am Wochenende in Marktredwitz den Kulturpreis "Johannes von Tepl". Über den Förderpreis freute sich die Autorin Renate Kolb.

von Autor HHProfil

Helmut Preußler wurde 1937 im Riesengebirge geboren, berichtete der Vorsitzende des Arbeitskreises Egerländer Kulturschaffender (AEK), Albert Reich, in seiner Laudatio. Nach der Vertreibung übersiedelte er 1955 nach Nürnberg. Preußler übernahm im Jahr 1973 den Josef-Renner-Verlag in Kempten. Dort erschienen die "Riesengebirgsheimat" sowie der "Riesengebirgs-Buchkalender". Auch sei der "Elbogener Heimatbrief" zur Weiterführung in das Verlagsprogramm aufgenommen worden.

Zudem bekam der Verlag die Betreuung der "Karlsbader Zeitung" angeboten sowie nach dem Tod von Ernst Bartl die Weiterführung des "Jahrbuchs der Egerländer", merkte Reich an. "Heute erscheinen im Helmut-Preußler-Verlag 15 sudetendeutsche und sechs schlesische Heimatzeitungen." Reich verwies auch auf den "Egerländer Künstlerkalender". Bekannte sudetendeutsche Autoren finde man im Verlagsprogramm und eine Reihe von Anthologien habe Helmut Preußler selbst zusammengestellt, darunter auch das Buch "Das Egerland erzählt". "Mit all den heimatlichen Publikationen erreichte Helmut Preußler, dass die Bindung zur Heimat erhalten bleibt und sowohl die Erlebnis- als auch die Bekenntnisgeneration die Heimat im Herzen tragen", sagte Albert Reich. "Wir, der Bund der Egerländer Gmoin, der AEK, die Heimatkreise und alle Egerländer und Sudetendeutschen, danken Helmut Preußler für sein Lebenswerk und freuen uns heute, ihm den Egerländer Kulturpreis überreichen zu können." Der Preis besteht aus einem Hauptpreis von 2500 Euro sowie aus weiteren Förderpreisen bis 500 Euro. Zu den finanziellen Förderern gehören unter anderen die Familie Hart aus Waldsassen und Senator Gerhard Markgraf aus Bayreuth. Preisträger waren unter anderem Dr. Wolf-Dieter Hamperl, Dr. Hermann Braun, Seff Heil, Albert Reich, Mimi Herold und Hans Achaz Freiherr von Lindenfels. Die Laudatio auf die Förderpreisträgerin Renate Kolb hielt Dr. Harald von Herget. Renate Kolb sei die Autorin des Kinderbuches "Der Apfelbaum". Die Kurzgeschichte in Gedichtform berichte von der Vertreibung der damals vierjährigen Renate und habe sich wirklich zugetragen.

Nach der Preisvergabe sorgte die Blaskapelle "Junges Egerland" aus Bad Brambach für die musikalische Unterhaltung.

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