Markgraf in Immenreuth produziert riesige Bauteile - und transportiert sie zu den Kunden
Schwer abwechslungsreich

Eigens für den Transport großer Bauteile wie diese Wandplatte wurde der "Schrägbock" entwickelt. Weil die Platte statt zu stehen auch schräg aufliegen kann, können die Mitarbeiter von Markgraf unter tiefen Brücken hindurch.
Lokales
Bayern
17.04.2013
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Es sind regelrechte Brocken an Arbeit. Tonnenschwer, viele Meter lang. Dabei produziert die Bauunternehmung W. Markgraf GmbH & Co KG nicht nur große Bauteile aus Stahl oder Beton. Das Unternehmen bringt sie von Immenreuth (Kreis Tirschenreuth) aus außerdem noch dorthin, wo sie verbaut werden. Gerne auch mal hunderte Kilometer von der Oberpfalz entfernt.

Schwere Arbeit, die Markgraf trotzdem erfolgreich angeht - auch dank der umfassenden Herangehensweise: Auf dem Werksgelände in Immenreuth vereinigen sich die Bereiche Stahlbau, Fertigteilwerk und Logistik zu einer leistungsfähigen Einheit. Von hier aus bewältigt das Unternehmen alle Herausforderungen von der Produktion bis hin zum Versand und der Verarbeitung auf der Baustelle.

"Alles vor Ort"

Florian Praller, Leiter des Fertigteilwerks, erklärt den Hintergedanken: "Alles ist vor Ort. Wir bekommen schräg gegenüber alles, sind flexibel, können sehr schnell und unabhängig reagieren." Wichtig sei, dass keine der drei Abteilungen alleine auf sich gestellt ist. Sie unterstützten sich gegenseitig, wenn es irgendwo zwickt.

Wert legt Markgraf auf Unabhängigkeit. Was gerade beim Transport von Produkten des Stahlbaus und des Fertigteilwerkes wichtig ist. So gehören eine schlagkräftige Werkstatt und ein reaktionsschneller Bauhof ebenfalls dazu.

Beim Transport setzt man zunächst auf die eigenen Kapazitäten, wenn das nicht reicht, unterstützen die langjährigen Partner. Ein Ausweichen auf Schienen sei dabei nicht möglich. Weite Strecken, große Mengen und das alles pünktlich angeliefert - das sei mit Bahntransporten nicht zu bewerkstelligen, unterstreicht Florian Praller. Das bedeutet umgekehrt aber auch, dass Markgraf auf rasche Verkehrsfreigaben und die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt angewiesen ist. "Oft sind Straßen oder Brücken gesperrt. Die Verkehrsbehörden wissen von den täglichen Veränderungen. Sechs bis acht Tage dauert es manchmal, bis eine Transportgenehmigung erteilt werden kann."

Moderne Fahrzeuge

Für die Transporte stehen moderne Spezialfahrzeuge zur Verfügung. Betonplatten von 4,40 Metern Höhe und elf Metern Länge sind zum Beispiel mit dem "hydraulischen Schrägbock" kein Problem - der "Bock" kippt die normalerweise stehenden Platten in Schräglage. "Die Platten gehen noch durch vier Meter hohe Brücken", erklärt Herbert Schinner, Leiter der Logistikabteilung. Hindernisse gibt es auch so genug. Aber Probleme seien eben da, um gelöst zu werden. Wenn die Mitarbeiter überlange Stahlträger durch Ortschaften schleusen, müssen sie schon mal Verkehrszeichen oder Gartenzäune abbauen, ganze Straßen sperren.

Verkehrssicherheit, Ladungssicherung und Wirtschaftlichkeit seien dabei ebenso zu beachten. Wichtig auch: Innovationen. Gerade sei man dabei, einen neuen Weg zu finden, wie aus Baggerketten fallender Schmutz beim Transport nicht zu einer Gefahrenquelle für Verkehrsteilnehmer wird. Schutzplanen für die Ketten wurden konzipiert und sollen demnächst zur Verfügung stehen.
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