28.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Marktplatz erneut Teil eines Filmdrehs - Naturschützer protestieren gegen Baumfällaktion Mit der Klappe fallen Bäume

(op/fle) Schon wieder ist der oberfränkische Markt Schauplatz einer Filmproduktion. Nach dem Kinofilm "Die Perlmutterfarbe" von Marcus H. Rosenmüller aus dem Jahr 2008, wird nun das Leben des Hitler-Attentäters Johann Georg Elser verfilmt. Doch nicht allen gefällt die Film-Präsenz des Weidenberger Marktplatzes.

von Redaktion OnetzProfil

In Kürze beginnen auf dem denkmalgeschützten Weidenberger Obermarkt die Dreharbeiten für den historischen Kinofilm "Elser". Dieser erzählt die Geschichte des Hitler-Attentäters Johann Georg Elser. Dessen Bombenanschlag auf den NS-Führer scheiterte am 8. November 1939 im Münchener Bürgerbräukeller. Am 9. April 1945 ermordete die SS Elser im KZ Dachau.

Zurzeit erhalten der Rathausplatz und die Kantorsgasse ein Aussehen wie in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg. Dabei wird aus Weidenberg Königsbronn, Elsers württembergische Heimatgemeinde. Aus der ehemaligen Bäckerei Engelbrecht wird der "Gasthof mit Metzgerei Hecht".

Rund 150 Komparsen wirken mit. Für besonders schlanke Männer, die sich eine Glatze schneiden lassen, wird sogar ein Rasierzuschlag gezahlt. Nach dem Kinofilm "Die Perlmutterfarbe", der im Frühjahr 2008 an gleicher Stelle gedreht wurde, ist es der zweite Streifen, bei dem die alten Sandsteinfassaden in Weidenberg als Kulisse dienen.

Für Unmut bei einigen Naturschützern sorgte eine Baumfällaktion. Für die Dreharbeiten mussten vier Kugelkopf-Ahornbäume weichen, die erst Anfang Dezember 2007 gepflanzt wurden. Sie ersetzten damals vier 90 Jahre alte Rubinien, die 2005 gefällt wurden. Die Stadt verteidigt die Aktion und die Produktionsfirma hat zugesichert, sie werde für Ersatz sorgen.

Nach dem Ende der Dreharbeiten finanziert sie vier neue Bäume. Der Auftrag dazu ist bereits erteilt. Viele Weidenberger sehen darin keinen Nachteil, da die "neuen" Ahornbäume ohnehin kleinwüchsig und bereits geschädigt gewesen sein sollen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.