23.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Oberfränkisches Volksmusikfest im Auenpark - Neun Gruppen spielen bei freiem Eintritt Auftakt mit einem "feinen Gebläse"

"Wenn das Wetter passt, ist der Park voll", ist Martin Gramsch, Vorsitzender des Fördervereins Auenpark, zuversichtlich. Neun Volksmusikgruppen spielen am Sonntag, 31. August, auf dem ehemaligen Gartenschau-Gelände auf.

Mit der Gruppe "Fuchsdeifelswild" (Bild) aus Gefrees kommen fränkische Liedermacher in den Marktredwitzer Auenpark. Bild: privat
von Harald Dietz Kontakt Profil

Wichtig ist Martin Gramsch und Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler: "Volksmusik ist alles andere als altbacken." Die neun Gruppen wollen das in einer Woche beweisen und das manchmal etwas angestaubte Image aufpolieren.

Musik gibt's an allen Ecken und natürlich mitten im Auenpark, lädt Dr. Günther Denzler zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik in den Auenpark ein. Bei freiem Eintritt erwarte die Besucher die ganze Bandbreite der oberfränkischen Volksmusik. "Wir möchten zeigen, dass Volksmusik modern und auch für junge Leute attraktiv ist", erklärt der Bezirkstagspräsident im vorbereitenden Pressegespräch im "Meisterhaus" mit Blick auf den Auenpark.

Das Volksmusikfest in Oberfranken habe eine lange Tradition und finde nun erstmals in Marktredwitz statt. "Wir wollen den Menschen dabei die oberfränkische Volksmusiklandschaft näherbringen." Dr. Denzler: "Zielgruppe sind auch die jungen Leute in der Region, die sich wieder verstärkt für Volksmusik interessieren." Die dezentralen Auftritte im Auenpark ermöglichten direkten Kontakt zu den Zuhörern. Der Präsident des Bezirks Oberfranken hebt dabei hervor: "Wichtig ist, dass wir uns mit der eigenen Kultur auseinandersetzen." In der vielfältigen Kultur in der Region sieht Denzler eine Riesenchance für die weitere Entwicklung. "Die Jugend interessiert sich wieder für ihre Herkunft, für Traditionen." Dem pflichtet Oberbürgermeister Oliver Weigel gerne bei und unterstreicht: "Volksmusik ist ein wichtiger Bestandteil unseres kulturellen Lebens." Das Auenpark-Gelände eigne sich bestens für das Volksmusikfest. Weigels Dank gilt dabei Martin Gramsch und seinem Helferteam vom Förderverein Auenpark. Gramsch informiert: "Zusammen mit anderen Vereinen kümmern wir uns um die Bewirtung."

Selbst gestrickt

"Wer am Sonntag, 31. August, in den Auenpark kommt, erlebt nicht das, was man gewöhnlich unter Volksmusik versteht", verspricht Jürgen Gahn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik im Bezirk Oberfranken. "Was wir bieten, geht weit darüber hinaus." Bei traditioneller Volksmusik und selbst gestrickter sei auch Platz zum Tanzen. Die Eröffnung übernehme "Hofer Blech" am Turm. Gahn: "Ein ganz, ganz feines Gebläse."

Außerdem spielen im Auenpark die "Wildenberg-Saitenmusik" aus Röslau, das "Rotmain-Trio" aus Bayreuth, "Fuchsdeifelswild" (eine Gruppe junger fränkischer Liedermacher) aus Gefrees, das Bandoneon-Duo Matthes (fränkischer Tango) aus Neustadt bei Coburg und die "Fichtelseer Hausmusik" auf. Aus Regnitzlosau im Landkreis Hof stammen die drei Musiker der "Brauhausmusi" (freche Couplets), die Gruppe "Hix-Tradimix" aus Feilitzsch und "Quetschen-Rock" aus Selbitz.

Bei Regen in der Halle

Die offizielle Eröffnung des Volksmusikfests findet um 14 Uhr auf der Hauptbühne statt. Die neun Volksmusikgruppen spielen bis mindestens 17 Uhr auf. Bei schlechtem Wetter weichen die Musikanten in die Shedhallen aus. Parkplätze stehen vor den Eingängen zum Auenpark zur Verfügung.

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