20.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Pro-Musica-Plakette für den Evangelischen Posaunenchor Wildenreuth Ehrenplatz ist ihr gewiss

Der evangelische Posaunenchor Wildenreuth erhielt die Pro-Musica-Plakette. In einer Feierstunde im Kloster Metten durfte Chorleiterin Lydia Meißner die Auszeichnung entgegen nehmen. Damit wird die über 100-jährige musikalische Vereinstätigkeit des Chors gewürdigt.

von Jochen NeumannProfil

Bundespräsident Heinrich Lübke führte 1968 die Pro-Musica-Plakette ein, um den volksbildenden Einsatz von Musikvereinen und Blaskapellen mit einer Auszeichnung zu würdigen.

Seither verleiht der Bundespräsident in einer zentralen Feier jedes Jahr stellvertretend für alle Plakettenempfänger die Auszeichnung. Die Verleihung an die entsprechenden Chöre und Musikvereine findet dann im jeweiligen Bundesland unter der Organisation des Referats Laienmusik im Bayerischen Musikrat statt.

Im Kloster Metten zeichnete der bayerische Staatssekretär Bernd Sibler neben zahlreichen Gesangvereinen und Blaskapellen unter anderem die Stadtkapelle Tirschenreuth und den Evangelischen Posaunenchor Wildenreuth aus. Bei der Überreichung war auch der Präsident des Bayerischen Musikrats, Dr. Thomas Goppel, dabei.

Die Gründung des Posaunenchors erfolgte am 10. Mai 1911 durch Ortsgeistlichen Pfarrer Wirth. Ein vorläufiges Ende kam bereits im Ersten Weltkrieg. Einer Wiederbelebung Anfang der 20er Jahre folgte die erneute Stilllegung im Dritten Reich.

Erst 1946 erfolgte unter Pfarrer Währtl ein Neubeginn. Seit 2005 ist nun Lydia Meißner "Chefin" des über 40 Bläser zählenden Chors. "Die Auszeichnung wird in unserem Proberaum einen Ehrenplatz erhalten", sagte Meißner.

Denn alle freuen sich über die wohl einmalige Würdigung, die in der Stadt Erbendorf bislang nur der Musik- und Gesangverein und die Stadtkapelle erhielten.

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