"Riedl & Siegert Dachdiagnostik" sorgt für Absturzsicherung - "Gurtpflicht" auch auf ...
Vorschriften mit Blut geschrieben

Martin Siegert beim Testen der Sicherheitsvorrichtungen. Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA), ein Seilsystem mit Sitzgurt usw., muss verhindern, dass Arbeiter auf dem Dach unabsichtlich in die gefährlichen Bereiche der Ränder oder Lichthauben gelangen. Bild: Wieder
Lokales
Bayern
17.04.2013
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Arbeitssicherheit? Sie steht auf dem Papier und wird nicht immer ernst genommen. Denn sie ist teuer. Erst, wenn etwas passiert, beginnt das Drama: für die Betriebe, für die betroffenen Mitarbeiter, deren Angehörige und die Verantwortlichen. "Jede unserer Vorschriften ist mit Blut geschrieben", meint Bernhard Riedl. Er sorgt mit Martin Siegert für Sicherheit auf den Dächern - und das ist ein weites Feld.

Verschiedenste Installationen wie Rauchabzugs-, Klima- und vor allem Photovoltaikanlagen auf den großflächigen Flachdächern erfordern regelmäßige Inspektionen: Das Dach wird zum Arbeitsplatz - vor allem für "Betriebsfremde". Doch für die Sicherheit, für die Einweisung hat der "Hausherr" zu sorgen. Aus eigener Erfahrung wissen die beiden Unternehmer, dass meist aus Unwissenheit verheerende Fehler begangen werden, sich der eine auf den anderen verlässt und alle hoffen, dass es schon gut geht.

Viele Gefahren

Doch dies ist zu wenig. "Wer um die Gefahren auf den Dächern, aber auch um die Vorgaben im BGB sowie im Bau- und Arbeitsschutzrecht weiß, wird seine Vorkehrungen treffen", sagt Dachdeckermeister Martin Siegert. Wohl auch deshalb sind bei aufgeschlossenen Betrieben "die Dächer fast wie Fort Knox gesichert". Nur eingewiesene Fachleute dürfen aufs Dach und dort müssen dann auch die nötigen Vorkehrungen getroffen sein. Wo bitte ist das Rettungssystem, wenn ein Mitarbeiter "im Seil" hängt und schnellstmöglich geborgen werden muss?
Was an Sicherungssystemen erforderlich und sinnvoll ist, ergründen Riedl und Siegert in einer kostenlosen Bestandsaufnahme. Sie beschaffen, montieren und überprüfen die Anlagen, die sehr individuell auf das jeweilige Dach, dessen Höhe und die Rettungsmöglichkeiten von Verunfallten abgestimmt ist. Zum Paket der "Riedl & Siegert Dachdiagnostik", die ihren Sitz in Windischeschenbach hat, gehört auch die jährliche Überprüfung und Wartung der Sicherungseinrichtungen.

Das Unternehmen füllt eine Lücke, denn den Dachdeckern ist vor allem die umfangreiche Dokumentation zu viel. "Unsere Prüfarbeit reicht weit in die Sachverständigentätigkeit hinein", sagt Bernhard Riedl. Bei bis zu 18 Metern Höhe gewährleisten die Systeme höchste Sicherheitsstandards. Auf den Dächern besteht - wie im Auto - Gurtpflicht. Besonders gefährlich sind nicht nur die Ränder, sondern vor allem Lichtbänder und Oberlichten. Ein unbedachter Schritt ... Zu den Aufgaben der jungen Firma gehören die Montage, die alljährliche Prüfung des Seil-Rückhaltesystems am Dachrand und in Gefahrenzonen sowie die Gebäudeplanung und die Sanierung der Flachdächer.

Bernhard Riedl, gelernter Industriekaufmann, und Dachdeckermeister Siegert waren vor der Gründung ihres Unternehmens mehr als 20 Jahre lang Kollegen bei einer Weidener Bau- und Dachdeckerfirma, sind also Männer vom Fach.
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