"Sanssouci", "Voll Schaf" & "Potato Man" landen auf der Empfehlungsliste "Spiel des Jahres"
Für blühende Landschaften sorgen

Lokales
Bayern
12.08.2014
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Friedrich der Große ruft die renommiertesten Gärtner im Lande zusammen. Das Schloss Sanssouci soll in schönster Blütenpracht erstrahlen und von einer beeindruckenden Gartenlandschaft umgeben werden. Gar nicht so einfach für die zwei bis vier Grün-Spezialisten ab acht Jahren. Sie müssen ihre Anlagen mit Pavillons, Statuen, Brunnen und anderen Objekten ausstatten, um die Aufmerksamkeit möglichst vieler Adliger auf sich zu ziehen. Denn dann fällt auch die Entlohnung höher aus.

Jeder baut und grübelt

Wer "Sanssouci" von Michael Kiesling erstmals in den Händen hält, denkt an seinen erfolgreichen Vorgänger "Alhambra". Doch falsch gedacht, es funktioniert ganz anders. Der Einstieg klappt dank der verständlichen Regeln rasch. Schnell merkt man, dass man nicht nur schmucke Garten-Plättchen auslegen, sondern vor allem passende Adlige auslegen muss. Hier ist natürlich Glück im Spiel, aber auch gute Planung. Während Taktiker auf ihre Kosten kommen, bleibt die Interaktion zwischen den Spielern etwas auf der Strecke. Kein Tauschen, keine Diskussionen - jeder baut und grübelt vor sich hin.

Ein größeres Miteinander bietet da "Voll Schaf" von Francesco Rotta. Bunte Schafherden rangeln sich um die saftigsten Weiden. Diese bestehen aus zahlreichen Sechseckfeldern und werden aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Natürlich kann man die Konkurrenz beim Ausbau blockieren und Grenzen abstecken. Ein tierischer Revierkampf, schnell und taktisch, der Groß und Klein gleichermaßen noch lange Spaß macht.

Mit einfachen Regeln wartet auch "Love Letter" (Pegasus) von Seiji Kanai auf. Aufgabe der zwei bis vier Traumprinzen ab zehn Jahren ist es, der Prinzessin einen Liebesbrief zu übergeben. Wer ihr Herz erobert, gewinnt das Kartenspiel, das bis zuletzt fesselt und auch nach einem langen Abend als "Absacker" gut funktioniert.

Witzig ist das Stichspiel "Potato Man" von Günter Burkhardt und Wolfgang Lehmann (Zoch-Verlag). Anders sein ist hier alles: Karten gleicher Farbe im selben Stich sind tabu. Die niedrigsten Karten gewinnen gegen die höchsten.

Der Glücksfaktor ist hoch, Taktik und Rundendauer sind es nicht. Trotzdem: eine originelle Bereicherung im Reich der Stichspiele.
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