Zahlreiche Zuhörer - Bezirksrätin spricht über Neuerungen im Sozialwesen
Politischer Kaffeeklatsch

Bezirksrätin Brigitte Scharf (Mitte) informierte beim Politischen Kaffeeklatsch über Neuerungen im Sozial- und Gesundheitswesen. AsF-Ortsvorsitzende Edeltraud Frank (rechts) bedankte sich bei der Referentin und beim SPD-Direktkandidaten für die Landtagswahl, Berthold Kellner (links). Bild: ang
Lokales
Bayern
30.04.2013
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Gut gefüllt war das TSV-Sportheim beim Politischen Kaffeeklatsch, zu dem die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) bereits das 13. Jahr in Folge eingeladen hatte. Mit SPD-Bezirksrätin Brigitte Scharf hat die AsF eine sachkundige Referentin gewonnen. Die Kommunalpolitikerin ist Expertin im Sozial- und Gesundheitswesen.

Zu Beginn sprach Brigitte Scharf das Thema Rundfunkbeitrag an und betonte, dass es auch für Schwerbehinderte mit dem Merkzeichen "RF" keine grundsätzliche Befreiung gebe, sondern seit Januar ein ermäßigter Betrag von 5,99 Euro im Monat gelte. Finanzielle Entlastung erführen Bezieher von Sozialhilfe, Grundsicherung, BaFöG und Arbeitslosengeld II. Mit Jahresbeginn gilt auch der auf 2,05 Prozent erhöhte Beitrag zur Pflegeversicherung. Beim Pflegegeld und der Anrechnung der Pflegezeiten zur Rentenanwartschaft seien positive Ansätze erkennbar, sagte die Referentin. Den Wegfall der Praxisgebühren begrüßte Scharf als Vereinfachung für alle Beteiligten. Besonderes Interesse weckten ihre Hinweise zu den Änderungen bei den Dialyseleistungen.

Als begrüßenswert und von absoluter Wichtigkeit bezeichnete sie die automatische Pflichtversicherung bei Minijobs, über deren Existenz geteilte Meinungen herrsche. "In Deutschland üben derzeit 7,4 Millionen einen solchen Job aus, bei dem seit 1. Januar 450 Euro monatlich verdient werden dürfen", sagte sie. Während die Höhe des Hinzuverdienstes bei der Regelaltersrente ab 65 Jahren keine Rolle spiele, riet die Rednerin den Beziehern von Altersrenten mit 60 oder 63 Jahren oder Erwerbsminderungsrenten, die 450-Euro-Regelung zu beachten. "Am 1. Juli erhalten sie eine große Rentenanpassung - jetzt schon einplanen", sagte Scharf.
Neben Brigitte Scharf stellte sich auch Berthold Kellner den Zuhörern im Sportheim vor. Der Geschäftsführer der Lebenshilfe Mitterteich und in Parkstein wohnende zweifache Familienvater stellt sich bei den bevorstehenden Landtagswahlen für die Sozialdemokraten als Direktkandidat des Stimmkreises Tirschenreuth/Neustadt/WN zur Verfügung. Kellner ist Sprecher der sieben Oberpfälzer Lebenshilfen. Er verfolge zwei wichtige Grundsätze: "Um Menschen kümmern und Gerechtigkeit schaffen."
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