Zwei junge Marktredwitzer neue Stipendiaten im Programm "Talent im Land Bayern"
Lebendige Beispiele für Integration

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (rechts) überreichte Viktor Tarovatov, Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz, und Wladislaw Schulga, Fichtelgebirgsrealschule Marktredwitz, (von rechts) die Urkunden. Mit im Bild (von links) Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der "Robert-Bosch-Stiftung", Emil Aliyev vom Gymnasium Münchberg, Seydanur Cüre, Gymnasium Ernestinum Coburg, und Paulina Raszewska vom Schiller-Gymnasium Hof. Bild: hfz
Lokales
Bayern
26.04.2013
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Integration soll eine Chance für die Gesellschaft sein: Bei einem Festakt in München hat Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle 50 neuen Stipendiaten in das Programm "Talent im Land Bayern" aufgenommen.

Damit werden besonders begabte und engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund durch ein ganzheitliches Konzept gefördert. Daruntere auch Wladislaw Schulga, Fichtelgebirgsrealschule Marktredwitz, und Viktor Tarovatov, Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz,

Die neuen Talente werden in den nächsten Jahren auf ihrem Weg zum Abitur oder zur Fachhochschulreife unterstützt. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der "Robert-Bosch-Stiftung", überreichten bei einem Festakt in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz die Urkunden.

Spaenle hob dabei hervor: "Mit den Stipendien wollen wir jungen Zuwanderern helfen, ihre besonderen Talente zu entfalten. Die Stipendiaten zeigen mit ihren Biografien, dass es sich lohnt, sich aktiv ins Bildungsgeschehen einzubringen. Sie sind lebendige Beispiele für gelungene Integration und Vorbilder für andere. Wir wollen sie auf diesem Weg unterstützen."

Minister Spaenle betonte zudem: "Jeder Stipendiat ist mit den eigenen Talenten und Begabungen in unserer Gesellschaft angekommen. Sie alle zeigen Einsatzbereitschaft, Verantwortungsfreude sowie Engagement und sind damit eine Bereicherung für unser Land."
Dass der Bildungsweg junger Menschen nicht von ihrer Herkunft abhängen dürfe, betonte auch Dr. Ingrid Hamm. "Mit Talent im Land wollen wir begabte Schüler mit schwierigen Startbedingungen zum Abitur begleiten. Dass dies funktioniert, sehen wir an unseren Absolventen. Ihre persönlichen Erfolgsgeschichten zeigen eindrucksvoll, wie viel Leistungsbereitschaft und Engagement durch individuelle Unterstützung möglich werden."

Ziel des Programms ist es, dass mehr junge Migranten die Fachhochschul- bzw. Hochschulreife erreichen und als Vorbilder zeigen, dass sich Einsatz lohnt. Die Grundüberzeugung des Programms dabei lautet: "Bildung fördert Integration. Wir fördern Bildung." Seit 2005 wählt eine Jury aus Vertretern aus Kultur, Hochschule und Wirtschaft bis zu 50 neue Stipendiaten eines Jahrgangs aus. Das Programm wurde im Freistaat zunächst von der Stiftung Bildungspakt Bayern gemeinsam mit der "Robert-Bosch-Stiftung" durchgeführt. Die jungen Zuwanderer werden bei "Talent im Land" auf ihrem individuellen Bildungsweg ganzheitlich begleitet. Sie erhalten ein monatliches Stipendium von 100 Euro und werden darüber hinaus persönlich betreut sowie mit einem umfassenden Bildungsangebot gefördert. Dieses umfasst Seminare, Studientage und Studienreisen.
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