07.01.2017 - 02:10 Uhr
Deutschland & Welt

Bayerns Bauernpräsident fordert mehr Zeit für Bau tiergerechterer Ställe Kuh noch nicht vom Eis

München. Der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl warnt vor einem zu raschen Umstieg bei der Haltung von Milchkühen. Die Kühe sollen frei in den Ställen laufen und nicht mehr angebunden sein. Doch die Umstellung kostet die von der Milchkrise ohnehin gebeutelten Bauern viel Geld - oft zu viel, um noch rentabel zu arbeiten, sagte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes der Deutschen Presse-Agentur.

Walter Heidl. Archivbild: Hirsch
von Agentur DPAProfil

"Manche Betriebe, die sonst eine Chance gehabt hätten, müssten deshalb aufgeben." Das beschleunige den Strukturwandel und die Konzentration in der Landwirtschaft hin zu immer mehr größeren Betrieben. "Wer ein Verbot der Anbindehaltung fordert, macht sich für das Prinzip ,Wachsen oder weichen' stark." Deshalb müssten Zwischenlösungen gesucht werden. "Wir müssen vor allem den kleineren Betrieben Zeit geben, nicht jeder Bauer mit Milchvieh kann sofort einen Laufstall bauen."

In Bayern gibt es derzeit rund 32 000 Milchbauern. Nur knapp acht Prozent der Betriebe haben laut Heidl die Möglichkeit, im Sommer die Tiere auf die Weide zu bringen.

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