26.03.2018 - 22:36 Uhr
Deutschland & Welt

Bayrn wächst immer weiter Mehr Einwohner und Erwerbstätige

Die Bestandsaufnahme macht es wieder einmal deutlich: Bayern wird immer größer. Nicht nur die Zahl der Menschen im Freistaat steigt.

Innenminister Joachim Herrmann (rechts, CSU) und Thomas Gößl, Präsident des Bayerischen Landesamts für Statistik, stellen das Statistisches Jahrbuch 2017 für Bayern vor. Bild: Sven Hoppe/dpa
von Jürgen UmlauftProfil

München. Dank einer steigenden Geburtenzahl nähert sich Bayern wieder einem natürlichen Bevölkerungswachstum an. 2016 lag die Zahl der Sterbefälle nur noch um knapp 4000 über der Zahl der Geburten. Die Differenz war damit so niedrig wie zuletzt 2001. "Damit setzt sich ein erfreulicher Trend der letzten Jahre fort", kommentierte Innenminister Joachim Herrmann die Daten aus dem jetzt vorgelegten Statistischen Jahrbuch für 2016. Demnach kamen 2016 im Freistaat 125 689 Kinder zur Welt (plus 6 Prozent), gleichzeitig starben 129 552 Einwohner. Im Jahr zuvor betrug der Sterbeüberschuss noch rund 15 000.

Wegen der Zuwanderung nach Bayern - per Saldo zogen gut 96 000 Personen mehr zu als weg - stieg die Einwohnerzahl Bayerns bis Ende 2016 auf 12,93 Millionen. Da in den vergangenen Jahren in Bayern mehr Arbeitsplätze entstanden als Neubürger zuwanderten, betonte Herrmann, dass eine "Zuwanderung in die Beschäftigung" stattfinde. Trotz der 2016 noch hohen Zahl an eingereisten Flüchtlingen und Asylbewerbern hätten diese nur etwa die Hälfte der Zuwanderung aus dem Ausland ausgemacht. Die andere Hälfte sei auf Arbeitsmigranten entfallen.

Ungeachtet dessen sei die Arbeitslosenquote in allen Landesteilen weiter rückläufig. Dies sei Ausweis der wirtschaftlichen Stärke Bayerns, sagte Herrmann. In der Oberpfalz stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um gut 12 000 auf 447 000.

Wie berichtet setzte sich 2016 das Bevölkerungswachstum auch in der Oberpfalz fort. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren dort 1 098 378 Personen gemeldet, gut 6000 mehr als im Vorjahr (plus 0,55 Preozent). Der Zuwachs ergab sich ausschließlich aus Zuzügen. Aus anderen Regierungsbezirken zogen per Saldo knapp 500 Personen zu, von außerhalb Bayerns und aus dem Ausland 7750. Die Zahl der in der Oberpfalz lebenden Menschen ohne deutschen Pass stieg dabei um 8500 auf 82 600.

Das entspricht einem Ausländeranteil von 7,5 Prozent. Bayernweit liegt er bei rund 12 Prozent. Wie im bayerischen Trend sank auch in der Oberpfalz der Sterbeüberschuss. Auf 9818 Lebendgeburten (plus 3,2 Prozent) kamen 11 776 Sterbefälle (minus 3,5 Prozent). Der Sterbeüberschuss verringerte sich dadurch von 2690 auf 1958.

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