02.02.2017 - 20:10 Uhr
Deutschland & Welt

Energiegenossenschaft stellt sich Gemeinderat vor NEW als Chance sehen

Die Neuen Energien West eG (NEW) möchten Speichersdorf mit ins Boot holen. Vorstandsvorsitzender Helmuth Wächter sowie Geschäftsführer Bernhard Schmidt stellen dem Gemeinderat den regionalen Energieversorger im Detail vor.

von Redaktion OnetzProfil

Speichersdorf. Bürgermeister Manfred Porsch signalisierte Bereitschaft hinsichtlich eines Beitritts. Doch nicht nur der Kommune, auch allen Bürgern steht dafür Tür und Tor offen. Wie Wächter erläuterte, setzt sich die NEW aus zwei Genossenschaften zusammen, aus der Neue Energien West eG und der Bürger-Energiegenossenschaft West eG (BEW) mit Sitz in Grafenwöhr. Diese verzeichnet bereits 1378 Mitglieder mit einen Kapital von knapp über 16 Millionen Euro. Acht Kommunen des westlichen Landkreises Neustadt/Waldnaab zählen zu den Gründungsmitgliedern. Heute sind 17 Kommunen und zwei Kommunalunternehmen beteiligt.

Für 7500 Haushalte

Laut dem ehemaligen Grafenwöhrer Bürgermeister sind seit 2009 fast 37 Millionen Euro investiert worden. Eine der jüngsten Errungenschaften ist das Windenergieprojekt Neuhof/Creußen, wobei diese beiden Windkraftanlagen die Baywa renewable Energy "schlüsselfertig" übernommen hat. Mittlerweile würden 7500 Einzelhaushalte versorgt. Die Einbindung der Bürger steigere die Akzeptanz. Gleichzeitig hob Wächter hervor, auch bei erneuerbaren Energien die Abhängigkeit von großen Energieversorgern zu beenden. Was für das Trinkwasser gelte, sollte auch für die Energieversorgung zutreffen.

Voraussetzung für die Mitgliedschaft einer Kommune in der NEW ist die Zeichnung von mindestens einem Geschäftsanteil, der bei 5000 Euro liegt. An der BWE können Bürger die Anteile von mindestens 500 Euro zeichnen. In Aussicht gestellt werde eine Dividende von 2,5 Prozent, erläuterte Wächter. Über die Gliederung und Beteiligungen informierte Geschäftsführer Schmidt. Demnach hat die NEW einen eigenen Stromtarif. Zudem verwies er auf neue Projekte, den Photovoltaikpark (PV) in Unterbruck und den geplanten PV in Höflas.

"Der Beitritt der Gemeinde Speichersdorf in die NEW ist schon länger ins Auge gefasst", erklärte Bürgermeister Manfred Porsch. Auch E-Mobilität sei für Speichersdorf ein Thema. Eine Ladestation könne er sich am Bahnhof Kirchenlaibach vorstellen. Rudolf Kirchberger fragte hinsichtlich einer Wärmeversorgung nach, der Schmidt nicht abgeneigt wäre. Simone Walter regte an, auch Biogasanlagen mit einzubeziehen. Regionale Energie durch einen regionalen Versorgungsträger ist für zweiten Bürgermeister Rudi Heier von großer Bedeutung. Die Gemeinde sollte daher die Chance mit einer Beteiligung nutzen. Eine Entscheidung traf das Gremium aber noch nicht.

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