Ermittlungen gegen früheren Kirchenasyl-Koordinator
Freistaat wenig versöhnlich

Flüchtlinge im Dom St. Peter in Regensburg. Bild: Armin Weigel/dpa
Politik BY
Bayern
03.09.2017
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München/Schweinfurt. (epd) Die Staatsanwaltschaft ermittelt erneut gegen den früheren Kirchenasyl-Koordinator der bayerischen evangelischen Landeskirche, Stephan Theo Reichel. Dies sei bereits die dritte Ermittlung gegen ihn, sagte Reichel am Sonntag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Doch diesmal sei eine neue Qualität erreicht: Erstmals werde gegen ihn in seiner früheren Funktion als Kirchenasyl-Koordinator der Landeskirche vorgegangen. Reichel hatte eine Gemeinde in Nordbayern beraten, die Afghanen vor der Abschiebung schützen will.

Als Grund für die Ermittlungen werde von den Behörden genannt, dass sein Name in einem amtlichen Brief der Kirchengemeinde an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auftauche. "Ich finde die neuerlichen Ermittlungen unmöglich", sagte Reichel. Schließlich habe Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erst Mitte August versöhnlichere Töne in Sachen Kirchenasyl angeschlagen. Die Staatskanzlei teilte dem epd damals mit, Seehofer habe den "Wunsch formuliert, dass Bayern nicht vorprescht".
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