12.11.2017 - 22:04 Uhr
Deutschland & Welt

Führungsdebatte in der CSU: Aigner kritisiert Machtkämpfe

Berlin/München. Die bayerische Wirtschaftsministerin und Vorsitzende des CSU-Bezirksverbandes Oberbayern, Ilse Aigner, hat heftige Kritik an den Machtkämpfen in der CSU geübt. "Ich bin davon überzeugt, dass von der derzeitigen Diskussion niemand profitiert - und das Bild, das wir abliefern, ist katastrophal", sagte sie der "Welt am Sonntag". "Die Menschen bekommen das Gefühl, uns interessierten nur unsere Politikerkarrieren." Aigner warnte einige Parteifreunde davor, als Folge der Wahlschlappe bei der Bundestagswahl die CSU auf einen Rechtskurs einzuschwören: "Wir haben mitnichten nur an die AfD Stimmen verloren, sondern auch an Grüne und FDP. Diese Stimmen aus dem bürgerlichen Lager sind endgültig verloren, wenn wir jetzt nur noch auf Lautsprecherei setzen und ausschließlich zum rechten Rand schielen." Unterdessen gibt es Berichte, wonach sich Markus Söder zu einer Ämtertrennung bereiterklärt habe. In Parteikreisen erfuhr dpa, dass der Finanzminister auf den Parteivorsitz verzichten würde, wenn er Ministerpräsident werden kann. Als Kandidaten für den CSU-Vorsitz gelten unter anderem Aigner und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt.

von Agentur DPAProfil
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