27.02.2018 - 18:04 Uhr
Deutschland & Welt

Gustl Mollath erhebt Schadenersatzansprüche Klage gegen Freistaat

München. Nach angeblich ergebnislosen Verhandlungen mit der Staatsregierung will das Justizopfer Gustl Mollath seine Schadenersatzansprüche gegen den Freistaat nun auf dem Gerichtsweg durchsetzen. Ein neuerliches Ersuchen an Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) habe nicht zu einem verbesserten Angebot der Staatsregierung geführt. Mollath werde daher Klage erheben, teilte sein Anwalt Hildebrecht Braun am Dienstag in München mit.

von Agentur DPAProfil

Das bayerische Justizministerium habe seinem Mandanten im Herbst 2017 schriftlich mitgeteilt, dass in einem außergerichtlichen Vergleich maximal 170 000 Euro als Entschädigung in Betracht komme. Das lehne Mollath ab, weil damit weder der materielle Schaden noch der "immaterielle Schaden" abgedeckt sei. Einzelheiten zu seinem weiteren Vorgehen und der Höhe der Schadenersatzansprüche wollen Mollath und sein Anwalt an diesem Donnerstag in München erläutern.

Das Justizministerium bestätigte , dass die Staatsregierung nach umfassender Prüfung Mollath im Oktober 2017 eine Entschädigung von 170 000 Euro angeboten habe. Davon seien 70 000 Euro als Vorschuss an Mollath bereits ausgezahlt worden.

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