24.12.2016 - 02:00 Uhr
Deutschland & Welt

JUgendbeauftragter berichtet dem Gemeinderat Integration läuft gut

Die Kommune ist auf gutem Weg, die Flüchtlingsproblematik zu bewältigen. Dabei sind Tugenden wie Fleiß, Wille und Geduld auf beiden Seiten gefragt, um Gräben zu überwinden.

Christian Porsch. Bild: ak
von Arnold KochProfil

Speichersdorf. Einen ausführlichen Tätigkeitsbericht über die Jugendarbeit legte Christian Porsch (UBV) dem Gemeinderat vor. "Die von Vereinen und Verbänden gebotenen Aktionen, Veranstaltungen und Angebote sind beachtlich. Sie zeichnete sich besonders in diesem Jahr durch Toleranz, Offenheit und Fürsorge aus", erklärte der Jugendbeauftragte. Seit April 2016 leben 24 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge in Speichersdorf. Die Kommune und Bürger versuchen, ihnen ein Umfeld zu bieten, im dem sie sich gut entwickeln können. Mittlerweile besuchen sie regelmäßig Gruppenstunden, spielen Fuß- und Volleyball. Unter dem Motto "Wendepunkte" entstanden unter deren Mitwirkung und mit dem TSV-Fußballnachwuchs drei Videoclips, die Toleranz fördern und Vorurteile abbauen sollen. Sie können über die Homepage der Gemeinde aufgerufen werden.

Ein Höhepunkt war die Speed-Stacking-Weltmeisterschaft, die viele neue Freundschaften initiierte. Porsch dankte den Vereinen für das Ferienprogramm im Sommer mit 25 Angeboten. Ausgebucht war auch die Ferienbetreuung mit Betreuerin Christine Sikora. Sechs Mannschaften bestritten das Bolzplatzturnier. Der Jugendtreff wird rege genutzt. Dort fanden zwei gut besuchte Info-Abende zum Thema Islam statt, die fortgesetzt werden sollen.

Porsch erinnerte an mögliche Landkreismittel für die Jugendarbeit. Zuschussanträge können noch bis zum 1. März gestellt werden. Mittel gingen daraus bereits an den TSV und die Falken. Außerdem informierte der Redner über die geplante Verschärfung des Bundeskinderschutzgesetzes für den Bereich der ehrenamtlichen Betreuer. Dies solle sexuelle Übergriffe verhindern. Eine Entbürokratisierung wäre jedoch dringend anzuraten, meinte Porsch.

2017 steht der Jugend mit dem Bürgerfest wieder ein Höhepunkt ins Haus. Dabei werden wieder Projekte über das Bundesprogramm "Demokratie leben" geplant. Porsch berichtete abschließend, dass die Planungen für den Ersatzneubau der Jugendstätte Haidenaab des Kreisjugendringes und die Abstimmungsgespräche mit dem Bayerischen Jugendring in München laufen. Der Zeitplan sieht die Planfertigstellung und Ausschreibung in 2017 vor, so dass 2018 gebaut werden kann.

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