Kernwegenetz für ILE Frankenpfalz vorgestellt
Konzept für 120 Kilometer

Florian Göbet und Claudia Stich präsentierten den Bürgermeistern Thomas Kreil (Emtmannsberg, vorne von rechts), Manfred Porsch (Speichersdorf), Klaus Wagner (Kirchenpingarten), Reinhard Preißinger (Seybothenreuth) und Hans Wittauer (Markt Weidenberg) sowie dem Speichersdorfer Geschäftsstellenleiter Thorsten Leusenrink (hinten von rechts) das Konzept für das Kernwegenetz. Betreut hat das Projekt ILE-Entwicklungsmanager Tobias Hofmann (links). Bild: hfz
Politik BY
Bayern
17.12.2016
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Das Konzept steht und die Fördergelder sind gesichert. Ob und wann ein Ausbau der Kernwege erfolgt, entscheiden jetzt die Gemeinden der ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) Frankenpfalz im Fichtelgebirge.

Speichersdorf. Die kommunale Allianz aus den Gemeinden Speichersdorf Kirchenpingarten, Seybothenreuth und Emtmannsberg und dem Markt Weidenberg hat ein weiteres Projekt abgeschlossen. Am Donnerstag stellte Florian Göbet vom Planungsbüro BBV LandSiedlung das Konzept für ein "Ländliches Kernwegenetz" mit einer Gesamtlänge von rund 120 Kilometern im Rathaus Weidenberg vor. Erläuterungen dazu gab es von Claudia Stich vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken.

Zur Bewirtschaftung der ILE-Flächen (rund 200 Quadratkilometer) brauchen die Landwirte ein gut ausgebautes Wegenetz. Viele der Wirtschaftswege sind aufgrund ihres Alters inzwischen verbraucht und weisen teils erhebliche Schäden auf. Zudem sind sie nicht für die immer größer und schwerer werdenden landwirtschaftlichen Maschinen ausgelegt. Aber auch Radfahrer, Wanderer und Reiter sind auf ihnen unterwegs.

Zur Aufnahme des landwirtschaftlichen Schwerlastverkehrs sollen diese Wege mit einer asphaltierten Tragschicht von mindestens 3,5 Meter Breite und bis 11,5 Tonnen Achslast ausgebaut werden. Diese Kernwege sollen das bestehende Netz an übergeordneten Straßen (Bundes-, Staats- oder Kreisstraßen) verdichten, gemeindeübergreifende Verbindungen herstellen und eine gute Erschließung des gesamten Raumes gewährleisten.

Das Konzept stellt die Grundlage für die spätere Beantragung und Förderung der Ausbauvorhaben dar. Ob und wann ein Kernweg ausgebaut wird, entscheidet die betreffende Gemeinde. Die Aufnahme ins Konzept stellt aber eine spätere Förderung sicher. Die Kosten für die Konzepterstellung bezuschusst das ALE zu 75 Prozent. Der Fördersatz für den Ausbau der Wege wird von verschiedenen Faktoren abhängig sein und zwischen 50 und 85 Prozent liegen.

Seit Februar 2016 ist Tobias Hofmann für die ILE-Projekte zuständig. Im April 2016 startete die Ausarbeitung des Konzeptes. Das Kernwegenetz ist somit eine der ersten Maßnahmen, die er von Beginn an betreut hat. Hofmann freut sich vor allem über den reibungslosen Verlauf sowie die gute Zusammenarbeit mit dem ALE.
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