12.01.2018 - 22:02 Uhr
Deutschland & Welt

Klausurtagung in Bayreuth: Grüne wollen nach der Landtagswahl mitregieren Klarer Wille zur Macht

Bayreuth. Die Grünen in Bayern haben ihren Willen zum Mitregieren nach der Landtagswahl bekräftigt. "Wir wollen in die Regierung, das ist unser klares Ziel", sagte Fraktionschef Ludwig Hartmann zum Abschluss der Klausurtagung der Landtagsabgeordneten am Freitag in Bayreuth. Die Messlatte liege bei Inhalten wie Klimaschutz, "giftfreie Landwirtschaft" und Stopp des Flächenfraßes. "Wir wollen etwas zum Guten verändern in Bayern", betonte Hartmann. Auf die Frage nach einer möglichen Koalition mit der CSU unter dem designierten Ministerpräsidenten Markus Söder sagte er: Es gehe nicht darum, "ob ich Söder nett finde oder mit ihm Kaffee trinken gehe", es gehe um Inhalte. In der jüngsten Umfrage kamen die Grünen in Bayern auf 14 Prozent und lagen nur noch zwei Prozentpunkte hinter der zweitstärksten Kraft SPD. Die CSU erreichte 40 Prozent. Diese Umfragewerte zeigten: "Die Zeit der absoluten Mehrheit ist vorbei. Die Leute wollen das nicht mehr", sagte Fraktionschefin Katharina Schulze. Im Wahlkampf werde man aber rein "für starke Grüne und für unsere Themen" werben. Kritik übten die Landtagsgrünen an den Ergebnissen der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD zur Bildung einer Bundesregierung in Berlin. Zukunftsfragen würden verschoben, beklagte Hartmann. Dass der Familiennachzug bei Flüchtlingen begrenzt werden soll, sei ein verheerendes Signal: "Integration geht leichter, wenn die Familien nachkommen dürfen."

Katharina Schulze. Bild: Marc Müller/dpa
von Agentur DPAProfil

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