20.11.2017 - 17:10 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zur CSU nach dem Ende von Jamaika: Seehofer vor dem Aus

Von Frank Werner

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Die einst vor Kraft strotzende CSU kommt am Stock daher. Der Abstieg geht in atemberaubendem Tempo vor sich. Bei der Bundestagswahl abgewatscht, gleicht die Diskussion um Ministerpräsident Horst Seehofer einem billigen Intrigantenstadel. An diesem Donnerstag will sich der 68-Jährige erklären, will etwas über seine Zukunftspläne sagen. Und die können eigentlich nur heißen: Ich höre auf.

Fraglich, ob es tatsächlich so kommt. Seehofer traut seinem Gegenspieler Markus Söder nicht über den Weg. Ilse Aigner hat sich mit ihrem durchsichtigen und viel zu spät vorgetragenen Vorstoß zu einer Urwahl selbst ins Aus manövriert. Bleiben noch Alternativkandidaten wie Joachim Herrmann oder Manfred Weber. Ihnen würde der Makel einer Notlösung anhaften.

Seehofer ist von der Jamaika-Absage der FDP kalt erwischt worden. Sein Lob an die Grünen, sein Treueschwur für Angela Merkel, sein Gesprächsappell an die SPD: Am Tag nach dem Desaster in Berlin kehrt er noch einmal den Diplomaten in sich raus. Es dürfte für ihn aber zu spät sein. Seehofers Ende in der CSU ist längst eingeläutet.

frank.werner[at]oberpfalzmedien[dot]de

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