LGL-Präsident Zapf weist jede Schuld im Bayern-Ei-Skandal von sich
Keinen Einfluss auf die Justiz

Andreas Zapf, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Archivbild: dpa
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Bayern
01.03.2018
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München. Der im Bayern-Ei-Skandal massiv unter Druck geratene oberste Lebensmittelkontrolleur in Bayern, Andreas Zapf, hat jegliche Vorwürfe gegen sich und seine Behörde zurückgewiesen. "Mir steht es nicht zu, mich in die Arbeit eines Staatsanwaltes einzumischen. Das ist mir völlig klar", sagte der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), am Donnerstag im Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags zu den Hintergründen des Salmonellen-Skandals. Einzig da "wo es gewünscht war", hätten seine Behörde und er selbst Ermittlungen unterstützt.

Damit wies Zapf heikle Vorwürfe der versuchten Einflusseinnahme gegenüber der Justiz vehement zurück. Er fügte aber auch hinzu, er könne sich beim besten Willen nicht an die von der Staatsanwaltschaft Regensburg in einem Vermerk notierten Gesprächsdetails erinnern. "Das LGL muss sich nicht reinwaschen", das sei nicht nötig, betonte Zapf.

Zapf steht in der Affäre massiv unter Zugzwang. Er wird unter anderem durch den Vermerk eines Ermittlers der Staatsanwaltschaft Regensburg belastet, der der dpa vorliegt. Demnach drang Zapf am 16. Februar 2016 am Telefon darauf, einem in dem Fall beschuldigten Amtsveterinär zu glauben. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt diesen Mann, keine Konsequenzen aus einer positiven Salmonellenprobe gezogen und die Firma vor Kontrollen gewarnt zu haben. Ferner habe Zapf versucht, die Ermittler bei der Auswahl ihres Sachverständigen zu beeinflussen.

Zapf betonte, er habe der Staatsanwaltschaft einzig einen "fachlichen Austausch" angeboten, wie er üblich sei. "Der Staatsanwalt hat es nicht gewünscht." Zudem sei der Vorwurf, er habe sich für den Veterinär eingesetzt, falsch. "Der Amtsveterinär ist kein Mitarbeiter des LGL", sagte Zapf. Dessen Verurteilung habe keine Auswirkungen auf seine Behörde. "Welche Motivation sollte ich da haben?". Der SPD-Verbraucherschützer Florian von Brunn sagte dagegen: "Die Einflussnahme auf die Ermittlungen durch eine Behörde, die selbst im Fokus des Skandals steht, ist unsäglich." Für ihn sei klar, dass Zapf versuche, seine Einflussnahme schönzureden.
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