26.01.2018 - 20:08 Uhr
Deutschland & Welt

Markus Söder will für Ausbau des W-Lan-Netzes und der digitalen Verwaltung 100 Millionen Euro ... W-Lan für alle Busse und Züge bis 2020

München. In Bayern soll es bis spätestens 2020 in allen Nahverkehrsbussen und Regionalzügen kostenloses W-Lan für die mobile Datenübertragung geben. Finanzminister Markus Söder hat kommunalen wie privaten Verkehrsbetreibern dafür ein staatliches Förderprogramm in Aussicht gestellt. Für die Landkreise und kreisfreien Städte als Träger des öffentlichen Busverkehrs sind fünf Millionen Euro reserviert.

von Jürgen UmlauftProfil

Derzeit läuft bereits ein Pilotprojekt mit 135 Bussen, das von den Reisenden gut angenommen werde. Im Durchschnitt gebe es 1000 Nutzungen pro Bus und Monat. Positiver Nebeneffekt: In den Bussen mit Bayern-W-Lan sei der Vandalismus messbar zurückgegangen.

Beim Schienen-Regionalverkehr werde künftig bei allen Neuausschreibungen die Pflicht zum Einsatz von W-Lan stehen, kündigte Söder an. Da viele aktuelle Verträge noch lange Laufzeiten hätten, wolle man die Betreiber durch ein Förderprogramm zur schnelleren Umrüstung der Züge motivieren. Sein Ziel sei ein flächendeckender Ausbau von W-Lan im öffentlichen Nahverkehr Bayerns bis 2020. Ergänzend hält Söder an seinen Plänen fest, bis 2020 insgesamt 40 000 kostenlose Bayern-W-Lan-Hotspots zu errichten. Deutlich ausbauen will Söder die über das Internet abrufbaren Behördendienste. An das digitale Bayern-Portal sollen möglichst alle Kommunen angeschlossen werden. Derzeit bieten rund 80 Prozent der bayerischen Städte und Gemeinde behördliche Dienstleistungen online an. "Unser Ziel ist ein Rathaus, das rund um die Uhr erreichbar ist - von zu Hause aus und mobil", sagte Söder.

Den Gemeinden soll das ab dem kommenden Jahr mit einem Förderprogramm in Höhe von 20 Millionen Euro schmackhaft gemacht werden. Um den Bürgern den Zugang zu Angeboten zu erleichtern, wird bereits ab Mai kein online-fähiger Personalausweis mehr nötig sein. Ihn wird eine persönliche Geheimzahl (PIN) ersetzen, wie sie bei EC-Karten oder der Übermittlung der Steuererklärung verwendet wird. "Das ist ein Verfahren, das jeder kennt und auch auf mobilen Geräten einsetzbar ist", erklärte Söder. Die Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden soll dadurch "einfacher, sicherer und schneller" werden.

Als weiteres neues Angebot wird der Freistaat Anfang 2019 für mobile Geräte eine kostenlose "Bayern-App" zur Verfügung stellen. Über die sollen die Bürger mit Behörden und Verwaltungen kommunizieren und sich informieren können. Für den Ausbau der digitalen Verwaltung und des Bayern-W-Lans sind laut Söder 100 Millionen Euro eingeplant.

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