20.02.2018 - 21:28 Uhr
Deutschland & Welt

Medizinstudent als IS-Mitglied vor Gericht Bub als Kindersoldat?

München. Es klingt erschreckend: Ein Würzburger Medizinstudent syrischer Abstammung soll den siebenjährigen Sohn seiner damaligen Freundin mit einem Holzstock auf den Bauch geschlagen haben - um ihn zum Kindersoldaten zu drillen. Der Mann steht seit Dienstag als mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vor dem Oberlandesgericht in München. Er habe "unter völliger Missachtung der ihm überlassenen Fürsorge aus einer rohen und gefühllosen Gesinnung heraus" gehandelt, hinter der "die körperliche Integrität des Kindes zurückzustehen hatte", sagte Staatsanwalt Jürgen Rohrmüller. Der 30-jährige Angeklagte soll auch einen Anschlag auf eine Synagoge in Berlin geplant haben.

Ein wegen Anschlagsplanungen und der Misshandlung von Schutzbefohlenen Angeklagter (Mitte) aus Syrien wird im Oberlandesgericht in den Verhandlungssaal geführt. Bild: Sven Hoppe/dpa
von Agentur DPAProfil

Dazu habe er sich die Anleitung zum Bau einer Bombe aus dem Internet heruntergeladen, sagte Rohrmüller. Zudem habe Abdulhadi B. mehrere Bekannte zu Selbstmordanschlägen für den IS aufgefordert - er habe Taten mit "möglichst vielen Opfern unter den aus seiner Sicht Ungläubigen" gewollt. Zur Umsetzung kam es offenbar nicht. Abdulhadi B. äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

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