München und Nürnberg wollen nicht mehr zuschauen
Alkoholverbot an Hauptbahnhöfen

Politik BY
Bayern
13.12.2016
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München/Nürnberg. Mit einem nächtlichen Alkoholverbot wollen die Städte München und Nürnberg der zunehmenden Kriminalität rund um die Hauptbahnhöfe Herr werden. Am Mittwoch sollen in beiden Städten die Stadträte über entsprechende Beschlussvorlagen entscheiden. In München brachte der Kreisverwaltungsausschuss am Dienstag mehrheitlich ein Alkoholverbot zwischen 22 und 6 Uhr auf den Weg. In Nürnberg gab der Rechts- und Wirtschaftsausschuss bereits vor zwei Wochen grünes Licht für ein Verbot. Im Inneren des Hauptbahnhofs der fränkischen Stadt setzt die Deutsche Bahn bereits seit 2012 ein Alkoholverbot am Wochenende durch.

Seit Monaten beklagen sich in der Landeshauptstadt Geschäftsleute, Anwohner und Passanten am Hauptbahnhof über Belästigungen durch Betrunkene. Das subjektive Sicherheitsgefühl werde dadurch negativ beeinträchtigt, hieß es in der Vorlage des Kreisverwaltungsreferats. Die Polizei registrierte zunehmend Streitereien, Körperverletzungen und Diebstähle und hat ihre Kontrollen bereits verstärkt. Auch Streetworker sind im Einsatz. Das Alkoholverbot könnte schon ab Januar in Kraft treten.
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