27.02.2018 - 22:30 Uhr
Deutschland & Welt

Ruf nach Untersuchungsausschuss zu GBW-Verkauf Nachspiel im Landtag

München. Der umstrittene Verkauf von Bayerns größter Wohnungsgesellschaft GBW durch die Landesbank im Jahr 2013 könnte bald ein parlamentarisches Nachspiel haben. Nach Grünen und Freien Wählern zeigte sich am Dienstag auch die SPD im Landtag offen für die Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Bereits 2013 hatte die Opposition im Landtag mit einer parlamentarischen Untersuchung des Verkaufs gedroht.

von Agentur DPAProfil

"Viele Fragen stehen seitdem im Raum, neue sind hinzugekommen. Die Antworten fehlen bisher. Es gibt aus heutiger Sicht zwei Möglichkeiten: Antworten Sie oder wir müssen gemeinsam den Fall untersuchen", sagte SPD-Landeschefin Natascha Kohnen am Dienstag im Landtag. Sie reagierte damit auf neue Medienberichte, wonach es beim Verkauf der rund 33 000 Wohnungen vor fünf Jahren einen Zusammenhang mit aus Russland stammendem Schwarzgeld gebe. Die Staatsanwaltschaft München hatte die Ermittlungen in dem Fall nach eigener Aussage aber wegen fehlender Hinweise auf verdächtige Transaktionen eingestellt. Finanzminister Markus Söder (CSU) warf der Opposition vor, das Thema nur aus wahlkampftaktischen Gründen auszuschlachten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp