02.03.2018 - 20:42 Uhr
Deutschland & Welt

Seehofer attackiert Gabriel "Tochter instrumentalisiert"

München. CSU-Chef Horst Seehofer hat den amtierenden Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) und FDP-Chef Christian Lindner massiv kritisiert. Gabriel habe mit seiner Äußerung über den früheren SPD-Chef Martin Schulz ein Tabu gebrochen. "Seine Tochter zu instrumentalisieren in einer innerparteilichen Auseinandersetzung, ist inakzeptabel. Noch dazu mit der ihr in den Mund gelegten Äußerung", sagte Seehofer in der Dokumentation "Im Labyrinth der Macht", die am Montag um 21 Uhr in der ARD zu sehen ist. Es sei völlig daneben, ein Kind in die politische Auseinandersetzung einzubeziehen. "Ich glaube, das hat es auch so noch nie gegeben."

von Agentur DPAProfil

Auch der FDP-Chef bekommt in der Sendung Seehofers Groll zu spüren: Lindner habe sich während der gescheiterten Sondierungen für eine Koalition von Union, FDP und Grünen sehr häufig über Indiskretionen aufgeregt und die Grünen verdächtigt, interne Informationen an die Presse weitergegeben zu haben. Seehofer: "Er hat es aber selbst kräftig praktiziert, indem er Unterlagen abfotografiert hat und diese Fotografien dann den Journalisten zugespielt hat. Das ist ein wirkliches Krebsübel der deutschen Politik geworden."

Lindner reagierte darauf in der "Passauer Neuen Presse": "Mit diesem ulkigen Angriff entlarvt Herr Seehofer sich jetzt selbst als Analog-Minister. Denn dieselben Unterlagen, die Herr Seehofer durch seine Sprecher an seine Journalisten verteilt hat, haben wir auf Twitter allen Bürgern zur Verfügung gestellt."

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