08.04.2018 - 21:38 Uhr
Deutschland & Welt

Söder will intensive Sprachkurse für Migrantenkinder Werte vermitteln

München. Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien sollen laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erst in den normalen Schulunterricht, wenn sie "unsere Sprache sprechen und unsere Werte verstehen". Das sagte Söder der "Bild am Sonntag". "Intoleranz und Antisemitismus gehören nicht dazu." Dafür sollen statt Übergangsklassen an den Schulen Deutschklassen eingeführt werden. Das sind Ganztagesklassen mit kleinerer Klassenstärke. Dort solle den Kindern intensiv die Sprache vermittelt werden, aber gleichzeitig auch Wertekunde. "Das kann man nicht nur in vierwöchigen 'Crashkursen' lernen", sagte Söder.

von Agentur DPAProfil

Bayern sei "christlich-abendländisch geprägt mit jüdischen und humanistischen Wurzeln", sagte Söder. "Jeder, der zu uns kommt, muss sich unseren Werten, Sitten und Gebräuchen anpassen, nicht umgekehrt."

Er wolle sich daher auch dafür einsetzen, dass im Ausland geschlossene Vielehen hier nicht anerkannt werden. "Polygame Ehen sind in Deutschland strafbar. Da ist es doch absurd, dass wir uns mit der Zuwanderung Polygamie ins Land holen." Dafür kündigte er eine bayerische Bundesratsinitiative an - denn hier sei "jeder Einzelfall einer zu viel". Zudem kritisierte er die Höhe der Kindergeldzahlungen für im Ausland lebende Kinder: "Künftig sollte sich das Kindergeld nach der Kaufkraft des Landes bemessen, in dem die Kinder leben."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.