14.01.2018 - 15:16 Uhr
Deutschland & Welt

SOS-Kinderdörfer schlagen Alarm: 200 000 Kinder in Ost-Ghouta in Syrien eingekesselt

München/Damaskus. (KNA) Die SOS-Kinderdörfer haben an die Konfliktparteien in Syrien appelliert, alle Kinder aus der Rebellenhochburg Ost-Ghouta evakuieren lassen. In der Region im Osten der Hauptstadt Damaskus seien 400 000 Menschen seit über vier Jahren eingekesselt und würden fast täglich bombardiert; die Hälfte von ihnen seien Kinder, berichtete die Hilfsorganisation am Sonntag in München. "Die Gewalt ist vergleichbar mit dem Horror, den die Welt in Aleppo gesehen hat", zitierten die Kinderdörfer einen Mitarbeiter vor Ort.

von Agentur KNAProfil

Die Helfer schätzen, dass Hunderte Mädchen und Jungen gefährlich mangelernährt sind. Knapp 300 Menschen, darunter etwa 140 Kinder und 65 Kleinkinder unter 5 Jahren, schwebten in akuter Lebensgefahr und müssten dringend behandelt werden. Ein Team der SOS-Kinderdörfer steht der Mitteilung zufolge in unmittelbarer Näher der belagerten Gebiete bereit, um Hilfe zu leisten. "Wir erwarten, dass Tausende Familien auf unsere sofortige Hilfe angewiesen sind, wenn die Belagerung vorbei ist", sagte ein Mitarbeiter.

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