08.04.2018 - 21:38 Uhr
Deutschland & Welt

SPD findet Kosten für Höhenanpassungen zu hoch Kritik an Bahnsteighöhenkonzept

München. Die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag hat das Bahnsteighöhenkonzept 2017 der Deutschen Bahn wegen zu hoher Kosten kritisiert. Es "verursacht immense Kosten, konterkariert Investitionen aus der Vergangenheit und gefährdet das Ziel der Barrierefreiheit", erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher in einer Mitteilung. Die Staatsregierung hatte auf seine Anfrage geantwortet, dass nur 21 Prozent der bayerischen Bahnhöfe einen Bahnsteig von 76 Zentimeter Höhe hätten.

Eine Schaffnerin legt für die Fahrgäste einen Holztritt auf den Bahnsteig. Bild: Friso Gentsch/dpa
von Agentur DPAProfil

Bahn und Bundesverkehrsministerium wollen mit dem Konzept die Barrierefreiheit an den Bahnhöfen verbessern und die meisten Bahnsteige in Deutschland auf eine Höhe von 76 Zentimeter vereinheitlichen. Dazu seien laut Staatsregierung 79 Prozent der Bahnhöfe von einer Umrüstung betroffen, so die SPD. Die meisten von ihnen seien derzeit 38 oder 55 Zentimeter hoch. Die Bahnsteige der S-Bahnen hätten 96 Zentimeter, seien von den Plänen aber ausgenommen.

Die Kosten für Umrüstungs- oder Umbauarbeiten könnten sich pro Bahnsteig auf bis zu einem mittleren siebenstelligen Beitrag belaufen, erklärte der Staatssekretär im Innenministerium, Gerhard Eck (CSU), in der Antwort. Die SPD-Landtagsfraktion nannte die mögliche Kostenentwicklung "astronomisch". Rinderspracher forderte ein Moratorium für die Konzeptumsetzung im Freistaat.

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