20.03.2018 - 21:06 Uhr
Deutschland & Welt

Stadt will gleichnamigen Landkreis verlassen Streit um Neu-Ulm

Neu-Ulm. Die Stadt Neu-Ulm treibt den geplanten Austritt aus dem gleichnamigen Landkreis trotz eines gegenteiligen Bürgerbegehrens voran: An diesem Mittwoch wird der Stadtrat über einen offiziellen Antrag zur Kreisfreiheit bei der Staatsregierung abstimmen. Die Verantwortlichen des Bürgerbegehrens, die seit einigen Wochen Unterschriften gegen einen Kreisaustritt sammeln, kritisieren dieses Vorgehen. Die jetzige Abstimmung sei bodenlos und ein "Verletzen der Spielregeln", sagte Klaus Rederer von der Initiative. "Das ist ein Ausdruck der absoluten Arroganz." Auch zwischen Rathaus und Landratsamt wird der Ton schärfer. Landrat Thorsten Freudenberger und Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (beide CSU) werfen der jeweils anderen Seite in offenen Briefen vor, pauschale Vorwürfe zu formulieren. Neu-Ulm geht auf die 60 000-Einwohner-Marke zu und will deswegen aus dem Kreis Neu-Ulm austreten. Dieser Schritt ist für Städte ab 50 000 Einwohner möglich. Doch seit der Gebietsreform von 1972 hat es im Freistaat keinen solchen Fall gegeben. Im vergangenen Sommer gab es bereits einen Grundsatzbeschluss des Stadtrats.

Grünes Licht: Der Neu-Ulmer Stadtrat soll offiziell einen Antrag auf Ausscheiden aus dem Landkreis beschließen. Bild: Stefan Puchner/dpa
von Agentur DPAProfil
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